Austausch mit den Karen zum Thema Storytelling
Am Mittwoch, dem 1. Juli 2026, hatte unser bilingualer Differenzierungskurs der Jgst. 9 die Möglichkeit, sich mit der indigenen Gemeinschaft der Karen, die im thailändischen Regenwald zu Hause ist, über die Weitergabe alten Wissens auszutauschen. Mündliche Überlieferungen spielen bei den Karen eine große Rolle. Geschichte wird nicht aufgeschrieben, sondern erzählt. Gleiches gilt für das Wissen um das Zusammenspiel von Menschen, Tieren und Pflanzen. Seit Generationen nutzen die Karen den Regenwald, um sich zu versorgen – mit Nahrung, Medizin, Möbeln. Außerdem dient ihnen der Wald als Ort der Erholung und des spirituellen Rückzugs. Auch wenn das Leben der Karen viele Herausforderungen bereithält, haben sie geschafft, was in westlichen Ländern oft unerreichbar scheint: das ökologische Gleichgewicht ihrer Umwelt zu schützen.
Lernen von der Weisheit indigener Völker
Nur sehr wenige Schulen in Deutschland können im direkten Gespräch von der Weisheit alter Völker lernen. Wir sind sehr dankbar, dass Narongdet Chuanchuenchomdie von der Pgakenyaw Association for Sustainable Development (PASD) und Sabine Schielmann, Projektkoordinatorin “Indigene Völker und nachhaltige Entwicklung” vom Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie (INFOE e.V.), uns dies ermöglicht haben. Wir bedanken uns auch bei Deelock Traknurongampal, einem der Ältesten der Karen, der unseren Video-Austausch mit einem traditionellen Gebet eröffnet hat.
Geschichten, die Wissen über Generationen vermitteln
Die Schülerinnen und Schüler der Goetheschule hatten sich im Vorfeld bereits mit ihrer eigenen Erzählkultur auseinandergesetzt. Welche Erkenntnisse, Werte und Normen geben wir von Generation zu Generation an unsere Kinder weiter? Im Rahmen dessen entstand ein Video-Projekt mit europäischen Märchen und Legenden, die die Schülerinnen und Schüler analysiert und für ihre thailändischen Partnerschüler nacherzählt haben. Während der Videokonferenz stellte eine Gruppe die Geschichte der Bremer Stadtmusikanten mit selbst gebastelten Socken-Puppen in englischer Sprache vor. „Ich glaube,“ erklärte Sophia, „die Botschaft dieser Geschichte ist, dass man zusammenhalten muss. Auch wenn man alt, krank oder schwach ist, kann man etwas erreichen, weil jede und jeder wertvolle Talente besitzt.“

Im Anschluss daran stellten die thailändischen Schülerinnen und Schüler die Geschichte von Die Brüder und ihre Schwester vor. Auch diese unterstreicht die Bedeutung von Solidarität. Wer sich egoistisch verhält, verletzt andere und bringt womöglich die ganze Gemeinschaft in Gefahr.

Zum Schluss hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit sich gegenseitig Fragen zu stellen. Besonders die unterschiedlichen Schul- und Ausbildungssysteme interessierten sie. „Welche Berufe möchtet ihr später ergreifen?“, „Wie teuer ist eine Schulbildung in Deutschland?“, „Was lernt ihr in Deutschland und von wem?“, wollten beispielsweise die Schülerinnen und Schüler der Khunmaeyod School wissen.
Es war ein engagierter, sehr interessanter Austausch und wir hoffen, dass wir auch in Zukunft mit und von einander werden lernen können.
















Ein spannender Tag beim Festival für Klimagerechtigkeit



Nachhaltige Versorgung mit Energie ist ein wichtiger Schlüssel für eine gute Zukunft. Im internationalen Schüler-Forum 




Am 25. Juni 2026 ging es endlich nach Krefeld in die Zooschule, um die Telefone zu übergeben. Biologin Gaby Borg freute sich sehr über das Engagement der Schülerinnen. Das Schutzprogramm für Berggorillas, das der Zoo bereits seit Jahren aktiv unterstützt, ist ausschließlich auf den Einsatz von Freiwilligen angewiesen. Damit wird sichergestellt, das der gesamte Erlös des Recycling-Projekts dem Tierschutz zugutekommt.


