Schülerakademie 2021 in der Gruga

Die Teilnahmebestätigungen der Schülerakademie 2021 konnten die Schülerinnen in der Schule aufhängen.

Als Mitglied im Netzwerk Schule der Zukunft kann die Goetheschule ausgewählten Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an Schülerakademien ermöglichen. Diese werden von außerschulischen Partnern durchgeführt, die Experten in den Bereichen Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind. Am 28. September 2021 fand unter Leitung von Regionalkoordinatorin Gabriele Seifert die erste Schülerakademie für unsere 9. Klassen statt. Sophie Bremer, Antonia Horle, Annika Lutz und Marlene Walter machten sich mit Frau Heup auf den Weg in den Grugapark, wo in der ‘Schule Natur’ Workshops und Ausstellungen zum Thema “Gut verpackt?!” auf die Teilnehmer warteten.

Zunächst ging es um die Frage, wie man Verpackungen mit guter Umweltbilanz erkennt und was sich hinter den Recyclingcodes verbirgt, die auf den meisten Produkten aufgedruckt sind. Welche Polymergemische mit schädlichen Zusatzstoffen sollte man besser gar nicht erst kaufen?

In der Zero Waste-Ausstellung konnten die Schülerinnen umweltfreundliche Alternativen kennen lernen, die es ermöglichen, einen nachhaltigeren Lebensstil zu praktizieren. Immerhin 80% des Plastikmülls landen weltweit auf Deponien oder im Meer. Bedenkt man, dass eine Plastikflasche im Ozean für über 400 Jahre zur Belastung wird, sind schon kleine Änderungen im Kauf- und Konsumverhalten wichtig.

Im letzten Teil der Schülerakademie wurden Praxis-Workshops durchgeführt. Unter Anleitung konnten die Schülerinnen selbst Zahncreme, Lipgloss und Deo herstellen. Vorsichtig mussten Fette und Öle erhitzt und verschiedene Komponenten sorgfältig abgewogen werden. Die Produkte, die ohne Konservierungsstoffe auskommen, konnten die Schülerinnen zum Abschluss mit nach Hause nehmen.

Am Ende beschäftigte die Schülerinnen vor allem eine Frage: Wie können wir die Anregungen, die wir bekommen haben, im Rahmen von KESS (Kreativität, Engagement im Sport und Soziales) in die Schule tragen, so dass auch Mitschülerinnen und Mitschüler von den Ergebnissen der Schülerakademie erfahren?

Stolpersteine als Orte der Erinnerung an der Goetheschule Essen

Auftakt zu einem neuen Projekt für die Jgst. 9 bis 12: In alten vergilbten Akten des Schularchivs gibt es sie noch: Hinweise auf ehemalige Schülerinnen und Schüler der Goetheschule Essen, die Opfer des NS-Regimes wurden. Zu ihrem Gedenken sollen im Mai 2022 die ersten Stolpersteine vor dem Schulgebäude verlegt werden. Bis dahin heißt es mit Unterstützung von Herrn Goriss vom Haus der Essener Geschichte und Frau Hartings vom Historischen Verein für Stadt und Stift Essen Details zu den Lebenswegen dieser Schülerinnen und Schüler zu erarbeiten. Im Stadtarchiv Essen und im Archiv der Alten Synagoge soll die Spurensuche beginnen. Danach wird das Projekt international ausgeweitet werden und an unsere Arbeit mit Partnerschulen aus anderen Ländern anknüpfen. Auch die Schicksale derer, denen unter Lebensgefahr die Flucht ins Ausland gelang, sollen dann in den Blick genommen werden.

Ansprechpartner:

Zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus: Stolpersteine an der Goetheschule (Herr Herdemerten)

In Memory of Victims of Nazism: Stumbling Stones at Goetheschule (Ms Heup)

Herr Herdemerten zeigt den Gästen vom Stadtarchiv und vom Historischen Verein, wie die Schulgeschichte in Bildern dokumentiert wurde.

Hilfsaktion Schüler für Schüler

Die Goetheschule unterstützt mit der Aktion “Schüler für Schüler” und dem diesjährigen Martinslauf unserer Schülerinnen und Schüler den Wiederaufbau einer Schule für Kinder und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten. Die Astrid-Lindgren-Förderschule in Schleiden in der Rureifel gehört zu den durch die Flutkatastrophe am schlimmsten betroffenen Schulen.

An der Astrid-Lindgren-Schule wurden durch die Wassermassen zwei von drei Etagen vollständig zerstört. Schüler zwischen 6 und 16 Jahren erhalten nun gemeinsam Notunterricht in der obersten Etage, während auch über zwei Monate nach der Flut die Bautrockner laufen. Eine funktionierende Heizung hat die Schule bis heute nicht.

Finanzminister Olaf Scholz besuchte die Astrid-Lindgren-Schule nach der Katastrophe und versprach im August finanzielle Hilfe für den Wiederaufbau. Vieles, was eine gute Schule ausmacht, wird jedoch nicht zu ersetzen sein. Die  Fördermittel des Landes werden nach und nach eine Grundausstattung schaffen, aber sie werden nicht reichen für das, was im Laufe vieler Jahre durch Eigeninitiative zusammengetragen oder durch private Spenden ermöglicht worden war. Die Liste ist lang und umfasst zum Beispiel Lernspiele, Spielgeräte, Musikinstrumente, Mal- und Bastelmaterialien, Bilder- und Vorlesebücher, Fahrräder fürs Verkehrssicherheitstraining und und und…

Wer helfen möchte, kann sich am Martinslauf beteiligen. Laufen, Radfahren oder Schwimmen – Ihr entscheidet, wie Ihr Euch engagiert. Herr Franke und Eure Sportlehrer helfen Euch weiter, wenn Ihr Fragen habt.

 

 

 

 

 

 

Und wenn Ihr als “Schüler für Schüler” eine eigene Spendenaktion durchführen möchtet? Einige unserer CAS-Schülerinnen der Jgst. 11 haben bereits den Anfang gemacht und sich zusammengetan, um Kuchen und Plätzchen zu backen und die in der Pause für den guten Zweck zu verkaufen. Habt Ihr auch Ideen? Sprecht mit Euren Klassenlehrern, Euren Mitschülern, der Schülervertretung, Euren Eltern oder der Schulleitung.

Spenden kann man an den

Förderverein der Astrid-Lindgren-Schule Schleiden

Bankverbindung:
Kreissparkasse Euskirchen
IBAN: DE 57382501100003109295
BIC: WELADED1EUS

Stichwort: Ersatzbeschaffung Bildung Schüler

Auf Wunsch können auch Spendenbescheinigungen ausgestellt werden, wenn Name und Adresse angegeben werden. Spenden bis zu einem Betrag von 300€ benötigen keine Bescheinigung; hier genügt dem Finanzamt der Kontoauszug oder Überweisungsbeleg.

Die Erasmus-Umweltwoche in Dänemark

Die Erasmus-Umweltwoche in Dänemark im Rahmen unseres Projekts Transdigital Education ist zu Ende und die Schülerinnen und Schüler aus Dänemark, Deutschland, Litauen, Spanien und Polen können stolz ihre Teilnahme-Urkunden in die Kamera halten.

 

 

 

 

 

 

Viel haben die Schülerinnen und Schüler während ihres Aufenthalts geleistet. Den Anfang machte eine Jugendkonferenz in englischer Sprache, die die Jugendlichen durch ihre Recherchen vorbereitet hatten.

Daneben wurde eine Ausstellung am Gymnasium Ikast-Brande organisiert, in der die kreativen Arbeiten der Schülerinnen und Schüler präsentiert wurden, die im Vorfeld entstanden waren. Einige der schönsten Foto-Leporellos unserer Oberstufenschülerinnen und -schüler zeigen wir auf eTwinning. Der Kunstkurs der Jgst. 11 hat im letzten Schuljahr außerdem transklassische Bilder entworfen, die Elemente aus der Natur oder aus Natur und Technik sowie Fotografie und Malerei verbinden.

An Tag 2 unternahmen die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung einer Biologin  eine Exkursion in ein dänisches Naturschutzgebiet. Für Antonia war das ein Highlight der Woche, nicht nur wegen der frei lebenden Pferde, sondern auch weil die kleinen Lebewesen in Wald und Wiese in den Blick genommen wurden.

 

 

 

 

 

 

An Tag 3 und 4 stand die praktische Arbeit im Mittelpunkt. So wurden zum Beispiel Insektenhotels gebaut, die das Überleben vieler Arten erleichtern.

 

 

 

 

 

 

Erdbeeren wurden gepflanzt, um auch die Ecken auf dem Schulgelände zu begrünen, in denen bisher keine Pflanzen zu finden waren.

Und schließlich wurden Nistmöglichkeiten für einheimische Vögel geschaffen.

Für Marlene war das Beste an der Projektwoche, dass sie unterschiedliche Sichtweisen von Experten kennen lernen konnte, zum Beispiel zu der Frage, ob es Raum braucht, in dem man die Natur gewähren lässt oder ob die Menschen aktiv eingreifen und die Natur unterstützen sollten. Diese Überlegungen haben auch Eingang in die englischen Broschüren gefunden, die die Schüler zum Abschluss verfasst und bebildert haben, um ein Bewusstsein dafür zu wecken, wie man dem Artensterben entgegenwirken kann.

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Fotos: Karen Ronge Baktoft, 2021

Grüne Erasmus-Lehrerfortbildung im Grugapark Essen

Am Dienstag, dem 7.9.2021, wurden Lehrerinnen und Lehrer aus Litauen, Spanien, Polen und Dänemark an der Goetheschule willkommen geheißen. Bis Donnerstag arbeiten sie an “Transdigital Perspectives in the Natural Sciences”. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie man ganzheitliches Lernen im Naturwissenschaftsunterricht ermöglichen kann, ohne die digitalen Medien außer acht zu lassen. Damit Schülerinnen und Schüler ihre Zeit nicht komplett im Klassenzimmer oder vor dem Computerbildschirm verbringen, bietet die Schule Natur im Essener Grugapark viele verschiedene Lernaktivitäten an. Die Lehrerinnen und Lehrer durften einige davon am Dienstnachmittag selbst ausprobieren. In einem Waldstück wurde eine Kröte aufgestöbert und in Augenschein genommen, im Blumengarten wurden Insekten gezählt und im Teich ging es mit Keschern und Eimern auf die Jagd nach Fischen, Wasserläufern, Rückenschwimmern, Wanzen und Blutegeln. Das größte Tier, was bei dieser Naturexkursion “ins Netz” ging, war eine Austernmuscheln. Über die Lebensweise dieser Tiere und die unterschiedlichen Habitate in der Gruga informierte Dipl. Umweltwissenschaftler Bernhard Demel mit viel Sachwissen. “I hope I could give you some ideas for new activities with your students and maybe in a few years we will hear about your projects,” war sein abschließender Wunsch nach diesem Workshop.