17 Nachhaltigkeitsziele künstlerisch umgesetzt

Zu Beginn dieses Schuljahres wurde die Goetheschule in das Netzwerk “Schule der Zukunft” aufgenommen und ist damit dem Kreis der Bildungseinrichtungen beigetreten, die sich für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen einsetzen.

Die Klasse 8c hat sich mit Kunstlehrerin Dagmar Bieniek nun die Frage gestellt, wie man die Übersicht der Nachhaltigkeitsziele künstlerisch gestalten kann. Das vorgegebene Design sollte – genau wie die Farben – in eine neue Komposition übergehen.

Zu den 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung gehören:

1 Armut beenden 
2 Bildung für alle 
3 Gesundes Leben für alle
4 Bildung für alle
5 Gleichstellung der Geschlechter
6 Wasser und Sanitärversorgung für alle 
7 Nachhaltige und moderne Energie für alle
8 Nachhaltiges Wirtschaftswachstum und menschenwürdige Arbeit für alle
9 Widerstandsfähige Infrastruktur und nachhaltige Industrialisierung 
10 Ungleichheit verringern 
11 Nachhaltige Städte und Siedlungen 
12 Nachhaltige Konsum- und Produktionsweisen 
13 Sofortmaßnahmen gegen den Klimawandel und seine Auswirkungen 
14 Bewahrung und nachhaltige Nutzung der Ozeane und Meere 
15 Landökosysteme schützen 
16 Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
17 Globale Partnerschaft stärken

Bis 2030 sollen in diesen Bereichen Fortschritte erzielt werden, in der internationalen Politik, aber vor allem auch in regionalen Initiativen und Aktionen vor Ort, bei denen auch Kindergärten, Schulen und Universitäten mitmachen.

An der Goetheschule beschäftigen wir uns im Schuljahr 2021/22 insbesondere mit Ziel 5 im Projekt Geschlechtergerechtigkeit:

Die entstandenen Acrylbilder der Klasse 8 sind im Original 1×1 Meter groß und werden bald im Neubau der Schule ausgestellt.

Geschlechtergerechtigkeit: Deutschland – Türkei – Nigeria

“We teach girls that they can have ambition, but not too much … to be successful, but not too successful, or they’ll threaten men”, so die nigerianische Autorin Chimamanda Ngozi Adichie in ihrem TED-Talk “We should all be feminists”, den inzwischen Millionen Menschen im Internet gesehen haben.

Im Nachhaltigkeitsprojekt ‘Gender Justice’ haben die Bilingual-Schüler der 9. Klasse der Goetheschule heute Abend online in einer Videokonferenz mit ihren Partnerschülern von der Beylikduzu Social Sciences High School in Istanbul über Adichies Essay „Dear Ijeawele“ diskutiert. Mit welchen Ideen sollten Mädchen und Jungen aufwachsen? Adichie macht dazu 15 Vorschläge und wirft noch mehr Fragen auf: Wie wichtig ist die Biologie? Wie wichtig ist Sprache? Wie wichtig ist der Wunsch gemocht zu werden?

Ein Buch zum Abschluss des Erasmus-Projekts Post-FactEUal

Unsere Erasmuslehrerinnen  und -lehrer haben ein Buch geschrieben. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Dänemark, Italien, Zypern und den Niederlanden haben sie zum Abschluss des Projekts Post-FactEUal – Transforming Europe from the 1930s to the Present ihre Erfahrungen festgehalten. Eng begleitet haben das Projekt Miriam Gwisdalla, Vera Kildentoft, Sergej Vögele (hinten), Dagmar Bieniek, Arie Boergen (vorn), Martina Féaux de Lacroix (nicht im Bild) und Karmen Heup (hinter der Kamera).

Auf dem Cover des Buches lugt ein Chamäleon hervor – oder vielleicht doch mehrere? So wie der Unterschied zwischen Tatsachen und Behauptungen, Wissen und Meinung, Wahrheit und Lüge manchmal gar nicht so leicht zu erkennen ist, sind auch Chamäleons nicht immer auf den ersten Blick auszumachen. Entdecken lassen sie sich aber schon, wenn man genau hinschaut – und genau hingesehen haben die Projektschulen von 2018 bis 2021. Welche Macht haben Erinnerungen über uns? Wie groß ist der Einfluss von Wissenschaft und Pseudo-Wissenschaften? Wie könnte Europas Zukunft aussehen, wenn sich aktuelle Trends fortsetzen? Wie drückt sich politische Kritik aus? Wie verändert die Digitialisierung die Welt inner- und außerhalb des Klassenzimmers?

 

Die Suche nach Antworten dokumentiert dieses Buch, aber unsere Suche wird auch weitergehen, im Erasmus Plus-Projekt Transdigital Education. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Projektwoche in Frankreich, die im April 2022 stattfinden wird, und auf die nächste internationale Lehrerfortbildung im März.

 

Online-Unterricht zwischen Essen und Istanbul zum Thema Gender

Abends Schule? Das klingt ungewöhnlich. Gemeinsamer Unterricht von Jugendlichen aus Essen und Istanbul? Auch das gehört nicht gerade zum Routine-Programm. Am Freitag, dem 19.11.21, war also alles ein bisschen anders als gewohnt. 22 Schülerinnen und Schüler aus Frau Heups Bilingual-Kurs in Klasse 9 trafen auf 25 Schülerinnen und Schüler aus dem Englischkurs von Herrn Akduğan. Online tauschten sich die Jugendlichen in englischer Sprache über das Nachhaltigkeitsthema “Gender Justice” aus. Dabei ging es um Fragen wie “What role do gender stereotypes play in your country?”, “Do girls and boys have the same opportunities?”, “Which gender issues do we need to deal with to stop discrimination and gender-based violence?” Über das Videokonferenz-Tool von Teams konnte die gesamte Gruppe zugeschaltet werden, aber die Diskussion lief vorrangig in Kleingruppen in Breakout-Rooms.

Die Zusammenarbeit zwischen der Goetheschule Essen und der Beylikduzu Social Sciences High School in Istanbul geht aber noch weiter: Am 15. Dezember sprechen die Schülerinnen und Schüler online über das feministische Manifest von Chimamanda Ngozi Adichie. Die nigerianische Autorin ist nicht nur mit ihrem Ted-Talk We should all be feminists, den inzwischen über 5 Millionen Menschen gesehen haben, ein wichtiges Sprachrohr für die Anliegen von Frauen. Mit Dear Ijeawele möchte sie außerdem zum Nachdenken darüber anregen, was man Töchtern (und Söhnen) heute mit auf den Weg geben sollte, um Vorurteile zu vermeiden und alte Muster von Benachteiligung zu durchbrechen.

Im Januar 2022 wird es dann politisch. Die Istanbul-Konvention sollte eigentlich für mehr Gerechtigkeit und Schutz vor Gewalt sorgen, aber die türkische Regierung hat im März 2021 ihren Austritt verkündet. Was dahintersteckt und was das (nicht nur) für Frauen und Mädchen in der Türkei bedeutet, werden die Schülerinnen und Schüler gemeinsam erarbeiten.

Diese länderübergreifende Kooperation schließt an unser Schwerpunktthema Just Justice?! – Ganz einfach Gerechtigkeit? im Netzwerk ‘Schule der Zukunft’ an und widmet sich den UN-Nachhaltigkeitszielen 5 und 17.

 

 

 

 

Die TOK Exhibition

Am Dienstag, dem 9.11.21, fand unsere erste TOK-Ausstellung statt, die Teil des neuen Theory of Knowledge-Kurses im IB Diploma Programme ist. 31 Schülerinnen und Schüler der Jgst. 10 und 11 nahmen teil, als die IB-Schülerinnen und -Schüler der Jgst. 12 ihre Arbeit in englischer Sprache vorstellten.

Im Rahmen der TOK Exhibition sollen Schülerinnen und Schüler grundsätzlich kritisches Denken unter Beweis stellen. Dazu wählen sie je drei Objekte und zeigen, wie diese helfen können, komplexe Wissensfragen zu beantworten. Egal, ob es sich um Kinderschuhe, Bücher, Videos, Modelbaukästen oder Musikinstrumente handelt, wichtig ist, dass die Reflexionen im Detail ausloten, wie wir Menschen Wissen erwerben und weitergeben, welchen Einflüssen wir dabei unterworfen sind und wie zuverlässig unsere (vermeintlichen) Erkenntnisse sind. Die Herausforderung besteht darin, dass man nicht nur Behauptungen aufstellen oder Meinungen weitergeben sollte, sondern überzeugende Begründungen für die eigenen Vorstellungen finden muss, die zusammenhängend und nachvollziehbar präsentiert werden müssen. In den Worten der IBO (International Baccalaureate Organisation) heißt das: In TOK, students reflect on the knowledge, beliefs and opinions that they have built up from their years of academic studies and their lives outside the classroom. The course is intended to be challenging and thought-provoking—as well as empowering—for students.