Seltene Auszeichnung für Erasmus-Projekt der Goetheschule Essen

Sehr gute Nachrichten von der Kultusministerkonferenz gab es für die Goetheschule Essen im Dezember 2018. Die Überprüfung des Erasmus Plus-Projekts Transforming Europe. World War I and Its Consequences 1918 – 2018″, das die Schule drei Jahre lang koordiniert hatte, war abgeschlossen. Der Pädagogische Austauschdienst war zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich bezüglich Qualität, Quantität und Dokumentation um ein herausragendes Projekt handelte und die Schule für ihre vorbildliche Arbeit eine seltene Auszeichnung erhalten sollte: das Qualitätssiegel für EU-Partnerschaften im Schulbereich. Dieses Siegel wurde 2017 an nur zehn Schulen in ganz Deutschland vergeben. Wie viele Auszeichnungen es 2018 insgesamt geben wird, steht noch nicht fest, doch schon jetzt ist sicher, dass das Projekt der internationalen IB World Schools aus Essen (DE), Rotterdam (NL), Ikast (DK), Lublin (PL) und Varazdin (HR) dabei sein wird. Das Lehrerkollegium an der Goetheschule feierte den Erfolg am letzten Schultag vor den Ferien gemeinsam – mit einem europäisch-deutschen Sternenbanner aus 510 Zimtsternen, die die 81 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Weihnachtspräsent mit nach Hause nehmen durften. Informationen zur offiziellen Verleihung der Auszeichnung werden zu Beginn des neuen Jahres folgen…

K. Heup

Kulturerbe ist überall…

Am Tag der offenen Tür am 1. Dezember 2018 stellt die Goetheschule verschiedene  Projekte zum internationalen Lernen vor, darunter auch die aktuelle Arbeit auf der Lernplattform eTwinning und in Erasmus-Gruppen anlässlich des Europäischen Kulturerbe-Jahres. Schülerinnen und Schüler der Jgst. 9 haben Poster gestaltet, die Besucherinnen und Besucher zum Nachdenken darüber anregen sollen, was wir als kulturelles Erbe betrachten. Hier eine kleine Auswahl:

Poster:

1 Parin, Jgst. 9 (eigenes Bild)

2 Ronja und Luzie, Jgst. 9 (eigenes Bild)

3 Luka, Jgst. 9 (eigenes Bild)

4 Apama, Jgst. 9, Foto von Kevin Laminto auf Unsplash (Public Domain)

5 Nicholas, Jgst. 9 (eigenes Bild)

Gruppenbild:

Sandra Zimmermann, 2018

 

 

Auszeichnung als europäisches Kulturerbe-Projekt

Das Siegel des Europäischen Kulturerbejahres 2018 bzw. des EYCH (European Cultural Heritage Year) geht an Projekte, die sich in besonderer Weise mit der Vergangenheit auseinandersetzen und dabei die Frage einschließen, was wir in Europa für folgende Generationen bewahren wollen. Das eTwinning-Projekt „The Power of Memory“, Teil des ersten Moduls im Erasmusprojekt “Post-FactEUal”, ist nach einer Bewerbung der Goetheschule Essen mit diesem Label ausgezeichnet worden.

Auf der europäischen Lernplattform eTwinning sind bereits über 50 Internetseiten von Schülerinnen und Schülern aus der Jgst. 9 in englischer Sprache zu der Frage gestaltet worden, was sie als kulturelles Erbe für ihre Kinder ansehen. Den Vergleich können die Projektteilnehmer aus Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Italien, Zypern und der Türkei in ein paar Wochen gemeinsam ziehen.

Am Tag der offenen Tür am Samstag, dem 1. Dezember 2018, können sich Interessierte im Detail über das Projekt informieren. Erst einmal freuen wir uns über die Entscheidung der Europäische Union: We have read your The Power of Memory initiative with interest and we are pleased to inform you that it fulfils the award criteria of the EYCH label.“

 

 

 

 

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Illustrationen:

Heup, Differenzierungskurs, Jgst. 9, 2018

Erasmus-Lehrer in Istanbul

Um das Erasmus-Projekt Post-factEUal. Transforming Europe from the 1930s to the Present auf den Weg zu bringen, haben sich Lehrerinnen und Lehrer der Heritage Private School (Zypern), des Ikast-Brande Gymnasiums (Dänemark), des Liceo Statale E. Fermi (Italien) und der Rotterdam International Secondary School (Niederlande) im Oktober 2018 nach Istanbul aufgemacht. Mit dabei natürlich auch Frau Heup und Herr Boergen von der Goetheschule (hinten links). Sie alle kamen an der Beylikduzu Social Sciences High School (Türkei) für ein Wochenende zusammen und trafen vor Ort die nötigen Vorbereitungen, um das gemeinsame eTwinning-Projekt ‘The Power of Memory’ zu starten. 

Das sozialwissenschaftliche Gymnasium im Istanbuler Stadtteil Beylikduzu war früher eine reine Mädchenschule, die sich der Ausbildung angehender Lehrerinnen widmete. Seit 2014 unterrichtet die weiterführende Schule koedukativ, bereitet allgemein auf ein Studium vor und kooperiert mit einer International IB World School. Internationale Projekte mit den europäischen Nachbarn sind eTwinning-Koordinator und Englischlehrer Özkan Akduğan seither besonders wichtig, um Weltoffenheit, Toleranz und Miteinander zu vermitteln. Nach einem ersten Kontakt mit Frau Heup in einem Schul-Forum im Internet folgen nun also erste Schritte zu einer Zusammenarbeit.

Zu Projektbeginn stellen die einzelnen Teilnehmerländer einander online das eigene kulturelle Erbe vor, wie zum Beispiel die Hagia Sophia: früher christliche Kirche, dann muslimische Synagoge und heute ein Museum für alle. Die Idee sich über die Macht von Erinnerungen und verschiedene Vorstellungen von ‘Kulturerbe’ auszutauschen, gefiel den türkischen Lehrerinnen und Lehrern schließlich so gut, dass sie beschlossen haben auf eigene Kosten mit einer Gruppe von zehn Schülerinnen und Schülern an der Erasmuswoche in Essen im Februar 2019 teilzunehmen. Es wird also nicht bei einem Online-Austausch bleiben, sondern man wird sich auch F2F sehen.

Familien aus Essen und Umgebung, die vom 4. bis 8. Februar 2019 ihr Heim Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren öffnen möchten, die neugierig auf die deutsche Kultur sind, setzen sich am besten mit Frau Kildentoft in Verbindung, die alle Gastfamilien und Gastschüler betreut. Wir freuen uns schon jetzt auf einen bunten Nationen-Mix, der unser Schulleben bereichern wird.

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Foto 1: privat

Foto 2: Heup, Lehrer aus sechs Ländern mit dem Schulleiter (Mitte) der Vali Muammer Güler-Schule

Foto 3: Heup, Haga Sophia, Istanbul, 2018

Foto 4: Heup, Gewürzmarkt Istanbul, 2018

EU-Politik mal anders…

Das Erasmus-Projekt “Transforming Europe” der Goetheschule Essen geht zu Ende und wir blicken zurück darauf, wie das Projekt weitere Aktionen an unserer Schule inspiriert hat. Im Modul Transforming Europe through Peace-Making and Peace-Keeping waren Schülerinnen und Schüler aufgefordert, Collagen zur aktuellen Europa-Politik zu erstellen, die sie über eTwinning mit Jugendlichen aus Dänemark, Polen, Kroatien und den Niederlanden geteilt haben. In den Politik-Kursen der Jgst. 9 von Frau Mesterheide und Frau Gwisdalla kam schnell die Idee auf, dass man sich auch in weiteren kreativen Arbeiten mit der Rolle der EU auseinandersetzen könnte.

 Neben Collagen entstand eine europäische Freiheits- und Friedensstatue sowie…

… eine Skulptur, die die europäische Einigung als schwierige Kletterpartie zeigt.

Aufgenommen haben die Schülerinnen und Schüler dabei den Brexit…

… genauso wie die oft kontrovers diskutierte Frage nach der Finanzierung der Gemeinschaft…

… und das europäische Solidaritätsprinzip.

Lohn der Mühe: Beim EU-Wettbewerb der Stadt Essen konnten die Schülerinnen und Schüler von Frau Mesterheide (links) sich über den Gewinn eines besonderen Preises freuen: eine Reise nach Brüssel!

 

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Text: K. Heup

Bilder: B. Mesterheide und K. Heup