Im EU-Parlament in Brüssel

Vom 3. bis 5. März 2026 nahmen 18 Schülerinnen und Schüler unserer Europa-AG und unserer internationalen Geschichts-AG in Brüssel an Projekttagen zum Thema „Safeguarding Democracy“ mit dem dänischen Ikast-Brande Gymnasium teil. Die Schülerinnen und Schüler aus Jgst. 9 bis 12 stellten sich in Brüssel Mini-Projekte vor, die sie an ihren jeweiligen Schulen vorbereitet hatten, besuchten das Europäische Parlament, das Haus der Europäischen Geschichte und das ‘Parlamentarium’, lernten die NRW-Landesvertretung in Brüssel kennen und trafen sich mit dem EU-Abgeordneten Jens Geier.

Am Dienstag, dem 3. März 2026, führten die Schüler von 10.00 bis 13.00 Uhr gemeinsame Kennenlern- und Bewegungsspiele durch. In international gemischten Gruppen erkundeten sie außerdem in einer gemeinsamen Schnitzeljagd die Brüsseler Altstadt und lösten Aufgaben rund um die belgische Hauptstadt.

Um 14.00 Uhr machten sich alle gemeinsam auf den Weg zum Haus der Europäischen Geschichte, wo die Gruppe die Dauer- und Wechselausstellungen besuchten. „Learn about the EU in 12 Steps“ war der Titel einer Rallye, die für die Schüler vorbereitet worden war, und die sie mit Tablets und einem Quiz-Heft in Kleingruppen bis 17.00 Uhr bearbeiteten.

Am Mittwoch, dem 4. März 2026, war die Gruppe um 10.30 Uhr zu einem Vortrag in der Landesvertretung des Landes NRW eingeladen, in dem es um die Aufgaben der Interessenvertretung und Lobbyismus im Allgemeinen ging.

Bis 12.30 Uhr präsentierten die Schüler sich anschließend gegenseitig ihre vorbereiteten Mini-Projekte. Manche hatten über extremistische Parteien recherchiert, andere über die Zerschlagung der Demokratie während der NS-Zeit. Neben digitalen Zeitleisten, Quizzes, Powerpoints und Postern war auch ein Design-Plan für einen schülereigenen Politikraum dabei.

A2-Poster Space for democracy

Zum Vergrößern, bitte hier klicken.

Danach wurden die Schüler im Europäischen Parlament vom Essener EU-Abgeordneten Jens Geier empfangen. Kurz berichtete er den Schülern über seine Aufgaben und beantwortete dann Fragen zum aktuellen politischen Geschehen, zur Arbeitsweise der EU und zur Zukunft der Europäischen Gemeinschaft.

Um 15.00 Uhr durften die Schüler als Gäste in den EU-Plenarsaal, wo gerade über die Rolle regionaler Landwirtschaft debattiert wurde.

Am Donnerstag, dem 5. März 2026, entdeckte die Gruppe von 12.00 bis 14.15 Uhr das ‚Parlamentarium‘, das offizielle Besucherzentrum der EU. In der Ausstellung wird die Arbeit der EU-Parlamentarier und der EU-Kommission multimedial aufbereitet. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Wichtigkeit internationaler Zusammenarbeit zur Sicherung von Frieden, Demokratie und Wohlstand.

Bis 18.00 Uhr hatten die Schüler Freizeit, um Brüssel auf eigene Faust zu erkunden. Dann trafen sich alle bis 22.00 Uhr zu einer Feedbackrunde, in der die Schüler beim gemeinsamen Essen über die Konzeptionen der besuchten Ausstellungen diskutierten und die Vorträge und Gespräche sowie die eigenen Projektarbeiten Revue passieren ließen. Dabei ging es auch um die Frage, wie Europa an beiden Partnerschulen künftig ein fester Teil des Schullebens werden kann.

Fotos:

Karmen Heup, 2026

Europabüro Jens Geier MdEP, 2026

Allesandria in Essen

Am Montag, dem 13.4.26, konnte unser internationaler Junior-Nachhaltigkeitsclub zehn Schülerinnen und Schüler aus Alessandria bei uns begrüßen. Deutsche und italienische Schüler starteten am Morgen mit Kennlernspielen, die Ella (EF) und Isabelle (Q1) aus der Oberstufe anleiteten. Danach stellten Ella, Isabelle, Hilal (Q1), Luca (EF) und Max (EF) den Gästen das Lernbüro der Schule und ihre Tätigkeit als Tutoren vor.

Da die italienische Erasmusgruppe sich für ihre Projekttage die Schwerpunkte Innovation und innovatives Lernen gewählt hatte, gab es außerdem am ersten Tag einen Design-Workshop unter Leitung von Frau Schnell. Die Idee zum Workshop ‘Architects of the Future’ war entstanden, weil die Goetheschule im nächsten Jahr einen Anbau erhalten soll  – mit Räumen, die sehr viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen als traditionelle Klassenräume.

Aufgabe der Schülerinnen und Schüler war es, aus Papier die Wände eines Klassenzimmers, samt Fenster, nachzubauen. Dieses Modell wurde dann fotografiert und mit Hilfe eines Zeichenprogramms auf dem Tablet weiterbearbeitet.

So entstanden Entwürfe für alternative Klassenräume – mit Sitzsäcken, Pflanzen, bodentiefen Fenstern, Hängematte oder Sofa – und mit ungewöhnlichen Designmöbeln, z. B. in Form eines Bootes.

Am Dienstag folgten weitere Führungen auf Zollverein.

Im Red Dot Design-Museum auf dem Gelände der ehemaligen Zeche ging es um innovatives Design und „The World’s Best Communication Design 2025 and Highlights from NRW“.

Im Gruga-Park werden Biologen der ‘Schule Natur’ am Mittwoch Nachhaltigkeitsstrategien zeigen, die die Ansiedlung unterschiedlicher Tierarten im Park möglich machen. Nachhaltigkeit und Innovation verbindet abschließend ein Besuch am Baldeneysee, wo Herr Schlautmann vom Ruhrverband in englischer Sprache über den Fisch-Lift informiert.

Fotos:

Michael Franke, 2026

Susanne Schnell, 2026

Geschichte im Amtsgericht Gelsenkirchen

Am Freitag, dem 20. Februar 2026, hat unsere internationale Geschichts-AG Europe Remembers eine Ausstellung im Amtsgericht Gelsenkirchen über die NS-Justiz besucht. Die Direktorin des Amtsgerichts, Felizitas Hense-Neumann, begrüßte die Schülerinnen und Schüler, bevor Ihr Amtsvorgänger, Dr. Mathias Kirsten, mit den Jugendlichen aus der 10. Klasse darüber sprach, wie sich die Justiz im Dritten Reich von den Nationalsozialisten hatte vereinnahmen lassen.

Der ehemalige Richter hatte die Schülerinnen und Schüler bereits zu einer Führung im Essener Landgericht getroffen. Da die Zehntklässler mehr über die Rolle der Justiz wissen wollten, besuchten sie nun die Ausstellung in Gelsenkirchen. Hier setzte Dr. Kirsten einen besonderen Schwerpunkt auf die schleppende Aufarbeitung von begangenem Unrecht in der Bundesrepublik. So wurden in 6500 Verfahren gegen NS-Verbrecher vor westdeutschen Gerichten nur 169 Beschuldigte als Mörder zu lebenslangen Strafen verurteilt. Ein Grund dafür war, dass viele lediglich als ‚Gehilfen‘ des Terror-Regimes eingestuft wurden. Die Tatsache, dass jemand als Wachmann in einem Vernichtungslager gearbeitet hatte, genügte beispielsweise in der Regel nicht. Es wurde ein konkreter Tatnachweis gefordert. Erst 2011 schrieb das Landgericht München Justizgeschichte, indem es diese Rechtsprechung änderte und eine Haftstrafe für einen Wachmann verhängte. Das Landgericht München entschied damals erstmalig, dass allein die Anwesenheit im Lager und die Kenntnis von den Morden ausreichten, um eine Verurteilung wegen Beihilfe zum Mord herbeizuführen.

Im Anschluss an die historische Führung durften die Schülerinnen und Schüler einen laufenden Strafprozess besuchen. Da der Angeklagte es allerdings versäumt hatte, dem Gericht mitzuteilen, dass er einen Dolmetscher benötigte, musste das Verfahren schon nach wenigen Minuten vertagt werden. Der Vorsitzende nahm sich daraufhin Zeit, um mit den Schülerinnen und Schülern über seinen Arbeitsalltag zu sprechen. Er erklärte ihnen unter anderem den Unterschied zwischen einfachem Diebstahl und Raub bzw. räuberischer Erpressung. Dieser Fall hätte zuvor verhandelt werden sollen. Da der Beschuldigte allerdings nicht zum Termin erschienen war, musste ein Haftbefehlt ausgestellt werden. Für die Schülerinnen und Schüler war dieser Einblick in die Abläufe eines Gerichts ebenfalls sehr spannend. Wir bedanken uns daher herzlich bei Dr. Kirsten und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Amtsgerichts Gelsenkirchen für eine sehr interessante Exkursion!

Handy-Sammelaktion

Im Februar 2026 sammelt unser Junior-Nachhaltigkeitsclub aus den Klassen 9 und 10 alte und defekte Handys. Die Schülerinnen unterstützen damit das Projekt Berggorilla-Direkthilfe des Zoo Krefeld. Der Erlös, den der Zoo für die gespendeten Handys von Recyclingfirmen erhält, wird vollständig in Gorilla-Schutzgebiete investiert. Das Projekt wird ausschließlich von ehrenamtlichen Mitgliedern betreut.

Was hat Dein Handy mit den Gorillas zu tun?

Die Menschenaffen sind in Gefahr – durch die Produktion von Handys. Besonders stark zur Zerstörung ihrer Lebensräume trägt nämlich der Abbau von Gold, Silber und Kupfer bei. Aus diesem Grund lohnt es sich, alte Geräte zu recyceln. Hierdurch wird eine große Menge wertvoller Rohstoffe, darunter auch Kupfer, Nickel, Kadmium und Aluminium, wiedergewonnen – und das reduziert den Abbau in den natürlichen Lebensräumen der Menschenaffen.

Macht also mit und bringt alte und kaputte Handys zur Goetheschule! Auch unser Sekretariat nimmt die Geräte gern entgegen.

Image

Poster von Sophia Kostopoulou, Klasse 9, erstellt mit Canva.

Poster von Antonina Soltyska, Klasse 9, erstellt mit Canva.

Das Video wurde mit Adobe erstellt und der kleine Gorilla wurde KI-generiert.

Aktuelle Termine United Change Club

Mittwoch, 21.1., 2. Pause: Fragenkatalog Film ‘What Democracy Means to Me’

Freitag, 23.1, 2. Pause: Zuordnung der Fragen

Montag, 26.1, 7. und 8. Stunde: Probelauf Film; Besprechung Drehplan und Staging

 

Veröffentlicht unter Events