
Geschichte entdecken –
zum Beispiel durch Gespräche mit Zeitzeugen oder Experten, den Besuch von Erinnerungsorten, Archiven oder Museen oder den Austausch mit Schülern aus anderen Teilen Europas. In dieser AG machen wir alles, nur nicht „Geschichte aus dem Schulbuch“. Wir ziehen mit der Kamera los, entdecken, was an unserer eigenen Schule oder in der eigenen Stadt passiert ist oder wir reisen auf den Spuren der Vergangenheit in andere Städte und Länder.
SCHULJAHR 2025/2026:
Extremismus als Gefahr für die Demokratie
Im Schuljahr 2025/26 haben wir in der Alten Synagoge vieles über die Folgen erfahren, die der Aufstieg einer extremistischen Partei in Deutschland in den 1930er Jahren hatte. Im Landgericht Essen hat ein ehemaliger Richter mit uns über die Rolle der NS-Justiz gesprochen, die die Demokratie nicht ausreichend geschützt hat.
Anlässlich unseres zehnjährigen Erasmus-Jubiläum haben wir als Schüler-Guides durch eine Ausstellung über die deutsche Verfassung geführt, die hoffentlich Demokratie und Menschenrechte auch in Zukunft bewahren wird. Damit die Opfer von Krieg und Extremismus nicht vergessen werden, haben wir im Rathaus eine Gedenkveranstaltung mitgestaltet.
Außerdem sind wir nach Gelsenkirchen gefahren, um noch mehr darüber zu hören, wie die Justiz während der NS-Zeit agiert hat und wie die Bundesrepublik mit diesem Erbe umgegangen ist. Was wir gelernt haben, haben wir für unsere dänische Partnerschule zusammengestellt, die wir in Brüssel getroffen haben, wo wir während unserer Erasmustage mit Politikern darüber sprechen konnten, wie die EU heute versucht, die Demokratie zu schützen.

Erasmustage in Brüssel zum Thema ‘Safeguarding Democracy: Wie sich Demokratien vor Extremismus schützen können’

Geschichte im Landgericht Gelsenkirchen: Zum Umgang mit der NS-Justiz in der Bundesrepublik nach 1945
Gegen das Vergessen: Erinnerungsveranstaltung im Grillo-Theater
Gedenkfeier für die Opfer von Krieg und Extremismus im Rathaus
Ausstellung zum Grundgesetz anlässlich der Erasmuswochen für Demokratie

Besuch im Essener Landgericht: Über die Rolle der NS-Justiz
Geschichte in der Alten Synagoge: Über Extremismus während der NS-Zeit
SCHULJAHR 2024/25:
Der Erste Weltkrieg und die Ruhrbesetzung
Im Schuljahr 2024/25 haben wir uns das Motto ‘Turning Foes into Friends’ gewählt. Im Herbst 2024 ging es auf den Spuren des britischen Offiziers William Lunn nach Frankreich, wo wir Erinnerungsorte an der Somme besucht haben, deren Schützengräben und Massengräber von der Feindschaft zwischen Deutschen, Engländern und Franzosen im Ersten Weltkrieges erzählen.
Die Erasmusfahrt nach Dänemark im Mai 2025 lud dazu ein, die Bedeutung der einzigen demokratisch festgelegten deutschen Grenze zu erforschen, die 1920 einen wesentlichen Beitrag dazu leistete, dass auch Deutsche und Dänen sich von Feinden zu Freunden entwickelten.
Beim Besuch unserer französischen Partnerschule im Juni in Essen ging es um die Feindschaft zwischen Deutschen und Franzosen während der Ruhrbesatzung, die 1925 endete und den Weg zu einem freundschaftlichen Miteinander beider Länder freimachte.
SCHULJAHR 2023/24: Die NS-Zeit
Im Schuljahr 2023/24 widmeten wir uns vor allem der NS-Zeit und führten dazu lokale Projekte und ein Erasmus Plus-Projekt mit unserer Partnerschule in Barcelona durch und wirkten mit bei einer Geschichtsdokumentation. Im Juni 2024 haben die Stolpersteinverlegung für zwei ehemalige Goetheschüler mit Gästen aus Großbritannien, Spanien und Österreich organisiert.