Schüleraustausch 2019

Der diesjährige englischsprachige Schüleraustausch der Goetheschule führt nach Polen. Interessierte Schülerinnen und Schüler nehmen an zwei Tagesausflüge mit Besichtigungsprogramm in Warschau, gemeinsamem Unterricht und Nachmittagsaktivitäten mit unserer Partnerschule in Kobyłka teil. Kobyłka liegt 17km entfernt von der polnischen Hauptstadt. Das Video oben haben die polnischen Schülerinnen und Schüler im letzten Jahr aufgenommen. Viele von ihnen werden beim diesjährigen Austausch dabei sein.

Da die Mittelschule in Kobyłka von Schülerinnen zwischen 13 und 15 Jahren besucht wird, richtet sich der Austausch vor allem an Schülerinnen und Schüler dieser Altersgruppe. Für den Besuch in Polen und den Gegenbesuch in den deutschen Gastfamilien sind folgende Termine geplant:

Zeitfenster (NEU):

Besuch in Kobyłka: Donnerstag, 23. Mai – Montag, 27. Mai

Besuch in Essen: Mittwoch, 12. Juni – Sonntag, 16. Juni

Anmeldungen bitte bis Ende März 2019 an Frau Heup und Frau Lacroix.

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Video-Link: PUBLICZNA SZKOŁA PODSTAWOWA NR 1 Z ODDZIAŁAMI DWUJĘZYCZNYMI IM ZOFII NAŁKOWSKIEJ W KOBYŁCE  

Europe direct über Erasmus an der Goetheschule

Acht Lehrerinnen und Lehrer und über 100 Schülerinnen und Schüler waren aktiv in die Vorbereitung des ersten Moduls des Erasmus-Projekts Post-Factual eingebunden, das von der Goetheschule seit September 2018 koordiniert wird. Europe direct Essen, das neu eröffnete “Büro für Europaangelegenheiten, Internationales und nachhaltige Entwicklung” der Stadt Essen, berichtet im Newsletter vom 19.2.2019 über den Abschluss des ersten Moduls.

— Newsletter europe direct Essen

— Link zur Pressemeldung der Stadt Essen

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Foto: M. Franke, 2019

Erasmus-Präsentation mit Schülern in der Lehrerrolle

Sie haben diskutiert, gezeichnet, gebastelt, Präsentationen und Online-Quizfragen erstellt. Am Abschlusstag des Projekts waren sechs Lernstationen entstanden, an denen die Erasmus-Schülerinnen und -Schüler ihre Arbeit zum Thema ‘Erinnerung’ den englischen Differenzierungskursen der Jgst. 8 und 9 vorstellten. An den einzelnen Lernstationen übernahmen die Schüler selbst die Rolle der Lehrer und benutzten dabei verschiedene Methoden und Materialien.

Die Themen wurden meist in englischen Kurzvorträgen vorgestellt.
Daneben war aber auch aktives Tun wichtig. So sollten die jüngeren Schüler an der Station zu unterschiedlichen nationalen Erinnerungskulturen die präsentierten Beispiele mit Fäden und Pins auf der Europakarte den jeweiligen Ländern zuordnen.
An der Lernstation zum Kulturerbe wurde vor allem miteinander diskutiert, was man als erhaltenswert für die nächsten Generationen betrachtet.
Eine Reihe von Schätzfragen sensibilisierten an der nächsten Station für den Einfluss der Gedenk-Industrie, die Erinnerungen durch den Verkauf von Bücher, Filmen oder Souvenirs zu Geld macht. Die Antworten unter den Klappen sollten überraschen und zum Nachdenken anregen.
Zum Umgang mit unseren Erinnerungen an die 1930er und 40er Jahre hatten die Schüler eine Powerpoint mit Online-Quizfragen vorbereitet.
Funktionsweise und Fehleranfälligkeit des menschlichen Gedächtnisses erläuterte die Memory-Gruppe.
Schüler-Beispiele sammelten sie mit bunten Klebezetteln auf einem großen Poster.
An der Station zum Bezug von Wahrheit und Erinnerung wurde mit dem Handy ein Kahoot-Quiz gelöst, bei dem es unter anderem um den Einfluss bekannter Konspirationstheorien ging, wie beispielsweise die, dass die Mondlandung durch die Amerikaner nicht stattgefunden habe.

Am Ende des Vormittags waren einige richtig müde und stellten zum Teil erstaunt fest, dass anderen etwas beizubringen ganz schön anstrengend sein kann. Aber alle wussten auch: Es bleiben wertvolle Erinnerungen an die gemeinsamen Tage in Essen…








We will remember…!

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Video: A. Boergen, 2019

Fotos: 1-8 K. Heup, 2019; 9 M. Franke, 2019

Erasmus 2019: Architektur & Erinnerung


Es gibt nichts auf der Welt, was so unsichtbar wäre wie Denkmäler. Sie werden doch zweifellos aufgestellt, um gesehen zu werden, ja geradezu, um die Aufmerksamkeit zu erregen; aber gleichzeitig sind sie durch irgend etwas gegen Aufmerksamkeit imprägniert…

Robert Musil

Wir alle gehen mit offenen Augen durch unsere Städte und doch nehmen wir unsere Umgebung oft nicht wirklich wahr. Orte der Erinnerung – Standbilder, Gedenksteine, Plaketten, sogar große Monumente – werden häufig übersehen.

Am Mittwoch, dem 6. Februar 2019, machten die Schülergruppen aus Dänemark, Deutschland, Italien, den Niederlanden, der Türkei und Zypern einen gemeinsamen Ausflug nach Münster, um mit Hilfe von zwei Stadtführerinnen die Straßen rund um den Prinzipalmarkt zu erkunden, dabei immer wieder bewusst inne zu halten und genau hinzuschauen. Im Rahmen des Erinnerungsprojekts “The Power of Memory” interessierte vor allem der Vergleich der Essener Innenstadt, die nach dem Krieg überwiegend neu gestaltet worden war, mit der Münsteraner Altstadt, wo man sich für eine Rekonstruktion der alten Bausubstanz entschieden hatte. Architektur kann also im Rahmen von Stadtentwicklung zu einer ganz eigenen Form der Erinnerung werden.

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Foto: M. Franke, Erasmusausflug Münster, 2019

Zitat: Robert Musil, “Denkmale” (1927), in:  Nachlaß zu Lebzeiten – Kapitel 3. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/nachlass-zu-lebzeiten-6941/3

Erasmustage in Essen zum Thema ‘Erinnerung’

“Wisst Ihr noch…?” –  “Ja, damals…!”.

Unsere Erinnerungen erscheinen uns manchmal lebendig wie ein Film, den wir vor unserem inneren Auge abspielen, gespeichert für alle Zeiten. In Wirklichkeit verändern Erinnerungen sich immer wieder, geben nur fragmentarische Ausschnitte des Geschehenen wieder, sind verzerrt oder schlicht ein Produkt unserer Phantasie.

Und wenn wir uns als Gesellschaft an die Vergangenheit erinnern? Können wir uns darauf verlassen, dass unsere Sicht auf die Geschichte die einzig richtige ist?

Vom 5. bis 7. Februar 2019 haben sich Schülerinnen und Schüler aus sechs Ländern an der Goetheschule Essen mit solchen und ähnlichen Fragen auseinandergesetzt. Gearbeitet wurde in sechs Gruppen zu folgenden Themen:

Memory – How It Makes Us Who We Are

Memory and History: Distortion, Manipulation or the Truth?

Cultural Heritage – a Multinational Comparison

Remembrance Cultures in Europe – All the Same? All Different?

Local, National, International Remembrance Culture Industries

1933–1945: European Cultural Heritage!?

Und woran wir uns in den Workshop-Pausen erinnern? Having fun together!


Bild 1: Franke, Erasmus Workshop 2019

Bild 2-8: Heup, Erasmus Workshops 2019