Die Goetheschule Essen wird Teil des Netzwerks “Schule der Zukunft”

Wir sind dabei! Wir sind dabei! Wir sind dabei! Wir sind dabei!

Die Goetheschule Essen wird neu in das NRW-Netzwerk “Schule der Zukunft” aufgenommen. Zur SdZ-Familie gehören Bildungseinrichtungen, die die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 anstreben. Am Donnerstag, dem 9. September 2021, besucht Landeskoordinatorin Jennifer Kappmeier-Klenk unsere Schule und läutet den offiziellen Start des Programms mit einem Vortrag über „Education for Sustainable Development (ESD)“ ein. Wie Schulen einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung leisten können, erfahren unsere Schüler und Lehrer anhand vieler Praxisbeispiele.

In Kooperation mit deutschen, europäischen und außereuropäischen Partnern wird unsere Schule in den nächsten Jahren Projekte durchführen, die sich für eine gerechtere Verteilung von Ressourcen und Bildungschancen einsetzen, und sich um eine Auszeichnung als “Schule der Zukunft” bewerben. Das erste Projekt hat unser bilingualer Englischkurs in der Jahrgangsstufe 9 bereits initiiert. Unter dem Titel „Gender Equality and Gender Justice“ werden die Jugendlichen sich mit dem Thema Geschlechtergerechtigkeit auseinandersetzen und dabei mit dem ZONTA Club Essen II und der Beylikduzu Social Sciences High School in Istanbul zusammenarbeiten.

Das Programm der Erasmus-Lehrerfortbildung in Essen

Koordinatorin Jennifer Kappmeier-Klenk wird am Donnerstag in englischer Sprache über “Schule der Zukunft” berichten. Hintergrund ist, dass Naturwissenschaftslehrer aus Deutschland, Dänemark, Polen, Litauen und Spanien bei uns an einer Lehrerfortbildung teilnehmen, die sich damit beschäftigt, wie ganzheitliches Lernen mit allen Sinnen unter Einbindung digitaler Medien gelingen kann. Nachhaltigkeit ist auch in diesem Zusammenhang ein wichtiger Baustein.

Die Lehrerfortbildung wird aus Mitteln des Erasmus Plus-Programms der Europäischen Union und des Landesprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ gefördert und ist inhaltlich angebunden an das Erasmus Plus-Projekt „Transdigital Education“, in dem die Goetheschule gemeinsam mit ihren europäischen Partnerschulen seit August 2020 neue Unterrichtswege erprobt, Schülerprojekte für Jugendliche ab 14 Jahren umsetzt sowie einen Langzeitaustausch für Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren ermöglicht.

Das Programm der Erasmus-Lehrerfortbildung finden Sie auch hier:

Erasmus Teacher Training in Essen 2021

Wir wünschen unseren Gästen eine schöne Zeit in Essen und freuen uns auf interessante Einblicke, internationalen Austausch und spannende Zukunftsaussichten.

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Illustrationen mit freundlicher Genehmigung der BNE-Agentur NRW. Alle Rechte vorbehalten.

Very British? – Online-Treffen mit britischen Jugendlichen

Nicht reisen zu können, bedeutet nicht, dass man nicht Menschen aus anderen Ländern kennenlernen kann. Die Organisation UK-German Connection bietet mit „Café Connect eine virtuelle Plattform zum Kennenlernen und Austausch zwischen Jugendlichen (14 bis 19 Jahre) aus Deutschland und Großbritannien an. Die Treffen finden in lockerer Atmosphäre und einem geschützten Rahmen online statt und werden zweimal im Monat angeboten. Wer also längst schon einmal selbst herausfinden wollte, ob es Dinge gibt, die ‘very British’ oder ‘typically German’ sind, ist hier an der richtigen Adresse. Café Connect“ bietet eine Mischung aus interaktiven Gruppenaktivitäten, wie Spielen und Quizzen, Gruppendiskussionen und der Möglichkeit, in Kleingruppen zu chatten.

Wer zum ersten Mal an einem Online-Treffen teilnimmt, bittet einen Lehrer / eine Lehrerin eine kurze E-Mail an youthseminar@ukgermanconnection.org zu senden, in der er/sie die Anmeldung unterstützt.

Mehr Infos gibt es unter https://ukgermanconnection.org/yp/de/programme/cafe-connect-d/

Black History Month 2021

1970 wurde in den USA zum ersten Mal der ‘Black History Month’ begangen, um an Schulen und Universitäten ein Bewusstsein für die Geschichte der schwarzen Bevölkerung zu wecken. Seitdem wird jährlich im Februar der Versuch unternommen, Toleranz und Verständnis zu fördern und Vorurteilen entgegenzuwirken. Unsere Schülerinnen und Schüler im englischen Differenzierungskurs der Jahrgangsstufe 8 haben sich gleich mehrere Wochen mit der Geschichte der Sklaverei, der Rassentrennung, der Bürgerrechtsbewegung und der Black Lives Matter-Bewegung beschäftigt. Anlässlich des diesjährigen Black History-Monats gab es zum Abschluss eine Essay-Frage: Should students today be taught Black History in majority-white schools? Oder in anderen Worten: Sollte Schwarze Geschichte auch Teil unseres Lehrplans sein?

Webinar zu afrikanischen Mythen und geheimen Ritualen

Wie heißt der afrikanische Götterbote, der oft mit Schlössern und Schlüsseln dargestellt wird, da er die Kommunikationskanäle zu den Göttern eröffnet? Warum hielten portugiesische Missionare ihn für eine Personifikation des Teufels? Warum gehören Zombies nur entfernt zum Voodoo und haben nichts mit den Darstellungen in Filmen und Serien zu tun? Wie lebendig ist der Voodoo-Glaube heute? Wieso funktionieren die Rituale in Voodoo-Gesellschaften? – Diese und andere Fragen beantwortete der Essener Ethnologe Henning Christoph vom Soul of Africa Museum heute Schülerinnen und Schülern der Oberstufe, die im Rahmen des IB World Literature-Kurses an unserer Schule Romane aus anderen Teilen der Welt lesen und dabei auch Kulturen entdecken, mit denen die meisten Europäer kaum in Berührung kommen. Wir danken Herrn Christoph für die Einblicke in seine Arbeit als Ethnologe und der inscola gGmbH für ihre finanzielle Unterstützung, die dieses Webinar ermöglicht hat.

Workshop gegen Anti-Semitismus und Rassismus

Am 12. und 13. November 2020 nahm der Differenzierungskurs Englisch der Jgst. 9 an einem Workshop der Stadt Essen teil, der die Schülerinnen und Schüler an die  Themen ‘Antisemitismus und Rassismus’ heranführte. Bereits im bilingualen Geschichtsunterricht hatte sich die Klasse mit Judenfeindlichkeit nach dem Ersten Weltkrieg und während des Nationalsozialismus beschäftigt. Das Projekt ‘Run im My Shoes’ ergänzte diese Überlegungen mit Blick auf die Situation heute. Drei speziell geschulte Studentinnen übernahmen es, mit den Schülerinnen und Schülern über die  Ausprägungen und Folgen von Antisemitismus und Rassismus zu diskutieren, in praktischen Übungen zum Perspektivwechsel anzuregen und dafür zu sensibilisieren, wo uns im Alltag Diskriminierung begegnet. Dabei wurden auch aktuelle Verschwörungstheorien aufgegriffen, die während der Pandemie entstanden sind, um  Schuldzuweisungen gegen Menschen zu richten und diese zu Außenseitern oder gar Feindbildern zu machen.

The Workshop: 

“Our Diff course participated in a workshop that is called ´Run in My Shoes‘. Our first day started at nine o‘clock in our classroom. Three students, whose names are Halime, Charly, and Ebru, welcomed us and the first thing they did was to play a game to get to know us. Everyone wrote answers to four questions on a piece of paper. The questions were: ‘What would you stand up for?’ ‘How do other people describe you?’ ‘What makes you upset?’ ‘With whom would you like to swap for a day?’. Then they read out every piece of paper and we had to guess who the paper belonged to.  

After that we played another game. They asked us questions and if something was true for us, we had to stand up. After a break they gave a presentation about the different types of anti-Semitism. We watched a short video about the ‘Nahostkonflikt‘, too, and discussed it. After a second break we came up in small groups with our own conspiracy theories. The theories were then presented to the course. 

Our second day started at 8:15 in our classroom. We started our day with a little warm-up. After that we showed our projects to each other, which we had done in our school lessons before. After a break we did a game outside, which is called ‘The Privilege Walk’. Everyone got a piece of paper which told you what kind of person you were. We went a step forward if we had certain privileges.  

Inside again, we looked at two pictures showing two women. One was wearing a bikini and the other was wearing a burka. We thought about what these women might think about each other and what we think about them.  

What I really liked about the workshop was that we were able to participate actively, though it wasn’t always that easy because of Corona. I found the exercises were very varied and you could understand things very well. I also liked the group work very much and I also found the exercise outside very interesting. The students were very nice and dedicated, too!  All in all, I learned a lot of new interesting things that I didn’t know before.   

What  I missed a little bit was getting tips on how to help other people who are affected by racism. My conclusion is that I enjoyed this workshop very much! It was a lot of fun, of course also the cocoa and chocolate kiss breaks. Everybody was very nice and it was a good atmosphere. I would like to do another workshop like this!  

Mia, Year 9 

About the ‘Privilege Walk’:  

“On Friday we tried to put ourselves in the shoes of people of different social groups – rich and poor, foreigner and German, invalid or healthy and so on. We took on different social roles and had to take a step forward if a statement that the students spoke out was true for our role.  It was quite interesting to see at the end how different the social positions were. Even if everyone should be equal, not everyone is actually equal in society, because some have privileges and advantages and some are disadvantaged just because of their skin color or culture.” 

Alexandra, Year 9 

“Even though we couldn’t play as many games as we could have (because of COVID-19) I had a good time. In one of the games we had to “act“ like another person. I was a 40-year-old homeless guy. The students read out questions and if you could answer Yes for your character, you had to take one step forward. In the end I only took one step while others were way ahead of me. This shows how big the difference is between people: their skin color, their religion, their looks…”  

Marius, Year 9 

About the Group Discussions: 

“I would haved wished for more group work, because the students said that we would do much group work, but I can totally understand that this was not possible because of Corona. I would have also liked it if we had talked more about the reasons why people are racist or have prejudices against foreigners. I liked it that we talked a lot about current themes like anti-Semitism and racism and discussed about different opinions without being offensive. I liked the project very much; it was much more interesting than regular classes and I personally learned much more than from reading long texts and writing exercises.”  

Cenna, Year 9 

“I really liked the day when we talked about discrimination and racism, because I think that this is a very important and interesting topic. Racism should be stopped, because many people suffer from it. It was also very helpful to see how many forms anti-Semitism takes. It was kind of shocking to me.” 

Ilka, Year 9