Campus Tour 2019

Vom 2. bis 5. Juli 2019 waren dreizehn IB-Schülerinnen und -Schüler in Großbritannien unterwegs und besuchten mit Herrn Franke und Frau Heup das University College London, die London School of Economics sowie verschiedene Colleges in Oxford. Die IB-Absolventin Sophie Janus traf die Gruppe am Mittwochabend und berichtete von ihren Studienerfahrungen am King’s College London.

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Foto: Gruppe auf dem Campus der UCL, 2019

Gastfreundschaft großgeschrieben: Warschau – ein Erlebnis!

Schüleraustausch der Goetheschule Essen

mit Podstawowa Schule Nr. 1 in Kobylka bei Warschau

Was polnische Gastfreundschaft bedeutet, erfuhren wir während unseres Besuches in Kobylka bei Warschau vom 23. bis 27.5.2019. Mit handgemaltem Plakat wurden wir von der gesamten polnischen Schülergruppe und ihrem Lehrer Marcin Maciejewski am Donnerstag schon am Flughafen begrüßt und per Reisebus nach Kobylka, einer beschaulichen Kleinstadt ca. 20 km außerhalb von Warschau, gebracht. Nach offizieller Begrüßung und einem Rundgang durch die Schule am Spätnachmittag begaben sich abends 14 Goetheschüler und -schülerinnen aus den Stufen 9 und 10 in die Obhut ihrer Gastfamilien.

Den folgenden Tag verbrachten wir an der Schule und im Städtchen. Schulbesuch, Kennenlernen vieler gleichaltriger Schüler und Schülerinnen, Stadtrundgang, Papierschöpfen und Entspannen im großen Garten einer liebevoll eingerichteten historischen Papierwerkstatt und schließlich ein abendliches Willkommensbuffet in der Schule, bei dem wir uns an einer großen Auswahl selbst gemachter herzhafter und süßer polnischer Köstlichkeiten mehr als satt essen konnten und mit Begrüßungsgeschenken reich bedacht wurden, erlaubten uns einen Einblick in den schulischen Alltag und das Leben vor Ort. Highlights waren in diesem Zusammenhang auch der Besuch des Kobylka-Stadtfestes am Samstagabend und das Lagerfeuer mit spontan improvisiertem gemeinsamen Tanz am Sonntagabend mit allen Gastgeberfamilien und Gastschülern.

Zwei Tage in Warschau mit einem dicht gespickten Besichtigungsprogramm waren natürlich viel zu wenig, um die Vielfalt der polnischen Hauptstadt zu erfahren. Altstadt, Kunst und Museen, Kultur und Geschichte – nicht nur die der letzten 80 Jahre – neben den ganz aktuellen Entwicklungen in der Stadt, das Chopin-Konzert im Lazienski-Park, das Nebeneinander von topmodernen und alten Gebäuden aus ganz unterschiedlichen Epochen, waren für alle beeindruckend und machten Lust auf weitere Begegnungen.

Am Montag erlebten wir noch einmal den Schulalltag in Kobylka, erhielten ein Abschiedsgeschenk und wurden von unseren Gastgebern mittags zum Flughafen begleitet. Als wir dort feststellten, dass unser Flug drei Stunden Verspätung hatte, schlugen unsere Gastgeber (dem netten Busfahrer sei Dank!) kurzerhand einen spontanen Besuch in einem ein paar Kilometer entfernt gelegenen Schnellrestaurant vor, wo wir uns beköstigten und soviel Zeit verbrachten, dass das anschließende Warten am Flughafen erträglich war. Dort verabschiedeten wir uns alle herzlich und bedankten uns für die überragende Gastfreundschaft, die wir genießen durften.

Nun freuen wir uns darauf, in zwei Wochen unseren Gästen Essen und die Umgebung zeigen zu können, unsere Schule und unser unübertroffenes Bistro!

Text: Martina Lacroix

Fotos: Karmen Heup

Die VHS Essen im Erasmusprojekt der Goetheschule

Der Kurs “International Literature” der Volkshochschule Essen arbeitet im Rahmen des Erasmus-Moduls 3, The Power of Literature”, mit der Goetheschule Essen zusammen. Ziel ist es, dass Jugendliche und Erwachsene sich darüber austauschen, was “nationale Identität” ausmacht. Die VHS-Teilnehmer werden sich daher bis Juli 2019 mit folgenden Fragen beschäftigen:

  • How may we define the term ‘nation’?
  • How do stereotypes shape our view on nationhood?
  • What role does collective memory play in our concept of who we are?
  • How has the German term ‘Heimat’ changed over time?

Nach den Sommerferien werden sie ihre Ideen mit denen der Schülerinnen und Schüler vergleichen.

Zum Auftakt der gemeinsamen Arbeit organisierte Erasmuskoordinatorin Karmen Heup am Dienstag, dem 28. Mai 2019, einen Besuch der VHS-Gruppe im Düsseldorfer Landtag. Durch die dortige Ausstellung ‘The British in North-Rhine Westphalia’ führte Herr McIntosh, ehemaliges Mitglied der britischen Streitkräfte und seit 40 Jahren zu Hause in NRW. Das Zusammenleben von Deutschen und Briten in der britischen Zone nach dem Zweiten Weltkrieg war nicht immer einfach, erzählt Herr McIntosh in englischer Sprache. Schließlich existierten auf beiden Seiten klare Vorstellungen davon, was als “typically German” und “typically British” gelten sollte. Aber zum Glück gab es daneben auch unvoreingenommene Neugier unter der deutschen Zivilbevölkerung und den Bewohnern der Armeestützpunkte, die als  “Little London” an die englische Heimat erinnern sollten.

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Fotos: Karmen Heup, Ausstellungsbesuch im Düsseldorfer Landtag 2019

Lernen wie Erasmus

Da das Erasmusprojekt “Transforming Europe. World War I and Its Consequences 1918 – 2018 von der Kultusministerkonferenz als eines der besten deutschen Schulprojekte ausgezeichnet worden ist, hatte Frau Heup auf Einladung des Pädagogischen Austauschdienstes vom 19. bis 21. Mai 2019 Gelegenheit, an der Fachtagung “Lernen wie Erasmus” in Bonn teilzunehmen.

Als Vorsitzender der Kultusministerkonferenz eröffnete der hessische Staatsminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz die Konferenz, die sich an Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Deutschland richtete. Mit Blick auf die Zukunft des Erasmus Plus-Programms betonte Herr Lorz, dass die Finanzierung von länderübergreifenden Lernprojekten an Schulen deutlich ausgeweitet werden soll.

Eine Verdoppelung des Gesamtbudgets stellte Michael Teutsch als Vertreter der Europäischen Kommission in Aussicht. Während in den meisten europäischen Ressorts Einsparungen vorgenommen werden sollen, um Rücklagen für die Bereiche Grenzsicherung und Migration zu bilden, werde es in hinsichtlich Bildung und Wissenschaft keine Kürzungen geben. Wunsch der europäischen Generaldirektion für Bildung und Kultur sei es vielmehr, dass in zehn Jahren jede Schule genauso selbstverständlich einen Erasmus-Aufenthalt anbietet wie dies an den Universitäten heute bereits der Fall ist.

Als Referentin berichtete Frau Heup an beiden Tagen über die Erfahrungen der Goetheschule in der Zusammenarbeit mit anderen Schulen in Europa. Am Montag, dem 20. Mai 2019, stellte sie im Diskussionsforum ‘Europäische Schulentwicklung’ das internationale Profil der Goetheschule vor und diskutierte mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern über Möglichkeiten europäischer Schulprogrammarbeit und Schulprofilgestaltung.

Am Dienstag, dem 21. Mai 2019, skizzierte Frau Heup in einem Impulsvortrag die Erasmusarbeit der Goetheschule von 2015 bis 2018 im Rahmen eines Best Practice-Workshops.

Aktuell erhält die Schule noch bis August 2020 Fördermittel der EU. Wenn die Pläne zum Ausbau des Programms umgesetzt werden, könnte es auch weiterhin für Schülerinnen und Schüler der Goetheschule heißen: “Lernen wie Erasmus!”

 

 

→ Programm der Fachtagung

→ Kurzübersicht

 

 

 

 

→ Projekt-Poster in der Ausstellung der Fachtagung 

 

 

 

 

 

→ Präsentation zum Erasmusprojekt der Goetheschule 

 

 

Deutsch-Englische Gesellschaft Essen trifft Erasmus

Am Montag, dem 6. Mai 2019, war Frau Heup eingeladen vor der Deutsch-Englischen Gesellschaft Essen über das Thema negative Utopien in der Gegenwartsliteratur zu sprechen. Vorgestellt wurde dabei ebenfalls das Erasmusprojekt der Goetheschule, im Rahmen dessen bereits erste kreative Schülerarbeiten zu Cory Doctorows “Little Brother” entstanden sind. Der Buchtitel spielt auf George Orwells Roman “1984” an, der einen manipulativen Überwachungsstaat beschreibt. Doctorow geht der Frage nach, wie Terrorangst und moderne Technologien ausgenutzt werden können, um Bürgerrechte massiv einzuschränken und welche Möglichkeiten des Protests es im Internetzeitalter gibt. Der kanadische Blogger hat sein Buch bewusst kostenlos unter einer Creative Commons Licence veröffentlicht, so dass Jugendliche die Geschichte bearbeiten und abwandeln können. Im September werden die Schülerinnen und Schüler, die an der Erasmuswoche in Dänemark teilnehmen, ihre Arbeiten dort zur Basis eines Theaterstücks machen.

Die Begrüßung am Vortragsabend übernahm Herr Bernhard Nadorf als Vorsitzender der DEG:


Introduction to the lecture given by Mrs. Karmen Heup on 6th May 2019

Dear members of the Deutsch-Englische Gesellschaft Ruhr,

Dear guests,

A very warm welcome to all of you on today`s lecture evening. It is my special privilege and pleasure to introduce our guest speaker, Mrs. Karmen Heup.

Welcome, or should I say, welcome back Mrs Heup to the Deutsch-Englische Gesellschaft Ruhr and thank you for speaking to us tonight.

Ladies and gentlemen, if you or your children have attended the „Gymnasiale Oberstufe“ here in Essen or elsewhere in Germany, you will be familiar with the theme that Mrs. Heup has chosen for her talk:

The modern Dystopia – A response to Post-Factualism and other 21st century challenges?“

Books such as “Brave new world“ or “1984“ have long been part of our school curricula, and they have often featured high in the texts which students had to interpret in Abitur examinations.

Utopian literature has often been called „a literature of warning“ trying to attract the readers` attention to developments which are regarded as potentially dangerous in our present time; and this applies in particular to the so-called „dystopias“. „Ou topos“ is „no place“, „dys topos“ is a „bad place“.

One of the most famous dystopian novels which Mrs. Heup refers to in her introduction was of course „1984“ by George Orwell which was written against the backdrop of the post-Stalin and post-Hitler era.

1984 is history now and the „ou topos“ or „dys topos“ of 1948 has become reality in many countries in 2019. I am quite sure that political leaders such as Xi Ping in China can only smile at the amateurish techniques employed by “Big Brother“, to control his citizens.

Television screens are definitely out.

Today political outsiders like Winston would have no chance to escape the gadgets used by the Communist party of China against dissidents or ethnic minorities. And „hate weeks“ which were then organised by the State, are a permanent feature of the communication in the so called social media. Political propaganda has been replaced by fake news.

Karmen will be exploring the relationship between the renewed interest in dystopian literature and the „post-„ or should I say “alternative factualism“ in our time.

Dystopian literature is – as the name suggests – dominated by a pessimistic outlook of the future, and we are called upon to identify and address the problems at a very early stage so that they do not become reality in our future life.

It would therefore – in my opinion – be absolutely necessary to discuss, what we can do today to cope with the negative implications of post-factualism in the internet which seems to undermine our trust in democracy and in fair elections.

Ladies and gentlemen: On 26th May we will vote for a new European Parliament, and I very much hope that we have learnt from the experiences of the elections in the United States and the outcome of the referendum in the UK; we must ensure that the people of Europe will be able to vote on the basis of facts and not of political non-factual information spread by bots in the Internet or by fake news instigated by the Russian secret service.

Much is at stake – not least for our young people. The project that Mrs Heup is organising on dystopia, is a very concrete example for the way in which we all benefit from international cooperation within the European Union.

It is funded by the 28 member states, and this also applies to other educational projects that Mrs Heup is involved in.

The magical word that everybody knows, is Erasmus. The Erasmus project is basically a concept for peace and understanding, because it offers young people from all over Europe the chance to come together, listening to and learning from each other and understanding and appreciating the perspectives of their fellow students in other countries.

This communication is so important, because it can prevent us from falling back into nationalism and populism.

So I can only call on everybody here in our audience, but particularly on the young people: Please do participate in the European elections on 26th May so that Mrs Heup and her colleagues can continue the good work they are and have been carrying out in the past.

Ladies and gentlemen: The lecture that we will hear this evening, is a very impressive example for what the European Union means to every one of us.

So Mrs Heup I would like to express my and our gratitude – not only for giving this lecture tonight – , but also for your commitment to European learning projects in general which is much to be appreciated – especially in those weeks which are critical for the future of this continent. In short – we must ensure that Europe does not turn into a dystopia, but remains a positive vision for the generations to come.


Bernhard Nadorf, chairman of the Deutsch-Englische Gesellschaft Ruhr e.V.


http://www.deg-ruhr.org/