10 Jahre IB Diploma in Essen

♥ Jubiläum ♥ Anniversary ♥ Jubiläum ♥ Anniversary ♥ Jubiläum ♥ Anniversary ♥

Post von der IBO für die Goetheschule Essen! Wenn der Direktor der International Baccalaureate Organisation für Europa, Amerika und den Mittleren Osten persönlich schreibt, muss es einen besonderen Anlass geben. Und den gibt es tatsächlich: 2007 wurden in Essen erstmals Schülerinnen und Schüler zum IB Diploma Programme zugelassen. 10 Jahre ist das nun her. Seitdem ist die Goetheschule nicht nur Gymnasium, sondern auch International IB World School und hat Absolventinnen und Absolventen in die ganze Welt entlassen. Unsere Ehemaligen findet man zur Zeit in Australien, Ägypten, China, Großbritannien, Holland, Frankreich, Mexiko, Neuseeland, Peru, Schweden, den USA, Südafrika … und in vielen weiteren Ländern, die wir an dieser Stelle zu erwähnen vergessen haben. Zeit also, dass es ein Wiedersehen gibt für alle, die in ihrer alten Heimat geblieben sind oder die das Fernweh gepackt hat. Gemeinsam wollen wir am Freitag, dem 7. Juli 2017, ab 14.00 Uhr unser erstes rundes IB-Jubiläum feiern. Alle IB-Schülerinnen und -Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie IB Graduates der letzten zehn Jahre sind herzlich eingeladen!

Am 7.7.2017 wird auch enthüllt, was das Päckchen von der IBO – außer dem Glückwunschschreiben von Adrian Kearney – noch enthält. Bis dahin gilt: Top secret! Don’t ask!! Es wird nichts verraten!!!

 

IB Grad Talk 2017

IB Graduate Anna Sabatzki, die gerade ihren Bachelor im Studiengang “Inter-national Relations” (mit Chinesisch im Nebenfach) an der Universität Exeter abgeschlossen hat, kam am Donnerstag, 1. Juni 2017, an der Goetheschule vorbei und  berichtete an-gehenden IBlern von ihren Erfahrungen. Im Schulgarten entstand vor dem IB-Baum ein Interview mit Anna (links) und Josepha aus dem IB Junior Year (rechts). Gefilmt wurde das Ganze von Kim. Have fun watching…

Erst Abitur & IB, dann ein Auslandsstudium in England, Frankreich und China

Erasmus Module 4: Analysing historical sources

Im vierten Modul des Erasmus-Projekts “Transforming Europe” wollen wir nicht-fiktionale Quellen aus Deutschland und Großbritannien analysieren, die während des Ersten Weltkriegs entstanden sind. Dazu gehören zum Beispiel Briefe, Postkarten, Zeitungsartikel, Tagebücher oder Propaganda-Plakate. Welche Geschichte erzählen uns diese Texte oder Bilder? Sind die Quellen vertrauenswürdig, verzerren sie die Vergangenheit oder sind sie vielleicht sogar Teil bewusster Geschichtsfälschung?

Wie man vorgeht, um eine Quelle gründlich unter die Lupe zu nehmen, erfahrt Ihr im Twinspace unseres Erasmusprojekts. Um alle Seiten zu sehen, müsst Ihr angemeldet sein.

 

Welcome Page 

 

 

Step-by-Step Guide (OPCLV)

 

Die fertige Analyse könnt Ihr, wenn Ihr wollt, an Herrn Boergen und Frau Heup schicken, bevor Ihr sie im Twinspace für die ganze Gruppe hochladet.

Und was, wenn Ihr meint, dass es schon schwierig ist, überhaupt geeignete Quellen zu finden (abgesehen von dem, was ohnehin in Schulbüchern steht)? Hier sind ein paar Tipps für Euch, wo Ihr geeignetes Material findet.

  1. “The National Archives” ist das offizielle Archiv der britischen Regierung. Da findet Ihr unter anderem englische Briefe aus dem Ersten Weltkrieg. Ein Soldat berichtet zum Bespiel über seine Verwundung (“I look a pretty picture”) und an anderer Stelle über Pferde und Maultiere (“10,000 a week come in”), die Teil des Krieg wurden. Wenn Ihr solche Brief analysiert, schaut, was Ihr an allgemeinen historischen Hintergrundinfos finden könnt über die Versorgung von Verwundeten oder den Einsatz von Tieren im Krieg. Das macht es leichter zu bewerten, ob jemand realistisch schreibt.

  2. Im British Newspaper Archive könnt Ihr gezielt nach Zeitungsartikeln aus bestimmten Jahren suchen, die Eure Stichworte enthalten.

  3. Die British Library ist immer eine großartige Fundgrube für Material. Gebt doch auf der Seite einfach mal das Stichwort “propaganda poster” ein und schaut Euch die englischen und deutschen Plakate an, mit denen man in der Bevölkerung Stimmung machen wollte.

  4. Deutsche Quellen sind natürlich auch spannend. Das Stadtarchiv hat einige sehr interessante Text- und Bildquellen aus Essen zusammengestellt. Auch Auszüge aus Schulchroniken sind dabei.

  5. In unserem Schularchiv gibt es ebenfalls Originaldokumente vom Beginn des Krieges. Bei Interesse helfen Frau Heup oder Herr Herdemerten weiter. Ihr könnt natürlich auch in der Alten Synagoge vorbeischauen. Da gibt es Material über Essener Juden im Ersten Weltkrieg.

  6. Die Europeana 1914-1918 ist eine Plattform, auf der vor allem Privatleute ihre Quellen aus dem Ersten Weltkrieg der Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben.

Diese Liste ist selbstverständlich nur dazu gedacht, Euch den Einstieg in die Recherche ein bisschen zu erleichtern. Ihr könnt gern andere Quellensammlungen benutzen oder, wenn vorhanden, in der eigenen Familienchronik stöbern. Nur denkt daran genau zu notieren, wo Ihr etwas gefunden habt.

Viel Spaß beim Suchen!

Wir treffen uns wieder am Donnerstag, dem 8. Juni, in der 3. und 4. Stunde. Dann solltet Ihr mindestens eine Quelle (gern auch mehr) vorstellen, die Ihr nach dem vorgegebenen Analyse-Schema ausgewertet habt. Wir freuen uns auf Eure “Fundstücke”.

Karmen Heup & Arie Boergen

A Class Trip to See WWII Memorials in Essen

The Class 9b and Karmen Heup (our bilingual teacher) went to the city centre on Monday, 8th May, and visited a few WWII memorials. We did so, because Ms Heup wanted to show us how Essen was involved in the Second World War. The first things we saw were two brasss stones cemeted into the ground. Those stones are reminders of Jewish victims during the holocaust. They are called stumbling stones and you can find them all over Europe.

The next memorial sadly was very hard to find; it was hidden in a bush. The memorial was just a sign which reminds us of the book burning at Gerlingplatz, where the head of the Essen library burned many forbidden books to honour Hitler. We also saw a pub called “Panoptikum”, formerly known as the homosexually-friendly “Eldorado”. Homosexuals were strongly supressed during Hitler’s time. It was illegal to be gay or lesbian, but now it’s obviously allowed.

We walked about half a mile to the next memorial at the EVAG depot and this one was sad as well. The memorial is a big grave were 99 Russian prisoners of war are burried. They died there, because they weren’t allowed to enter a bunker. So they tried to hide from air raids in a tunnel they had dug in a hill, but the hill was hit by a bomb and the whole tunnel collapsed. Every single Russian hiding in this hole in the ground was burried alive and died.

We then visited the Old Synagoge next to the city centre. The Nazis tried to destroy the synagoge during the so-called “Kristallnacht” in 1938, but they weren’t successful, because the building was too strong.The synagoge is still there, but today it’s a museum and it’s not used as a synagoge anymore.

Did you know there was a small concentration camp in Essen? Probably not, but there was a concentration camp right in the city centre! It was a Buchenwald subcamp for forced labourers. I don’t really like the ‘City Wound’ memorial there now, because the memorial is in the old shopping centre entry, with graffiti on the walls. Just seven tree trunks and a plaque were put there. The memorial is in a bad spot, because it’s next to a car park and nobody really looks at the memorial. In the memorial is a green light, which made at least me very uncomfortable, because it looks creepy and does not really remind you of the old subcamp.

All in all, I really liked our trip to the city, because I would have never guessed that we have so many memorials. I have walked over so many stumbling stones in so many different cities without knowing what they are, but now those stones constantly remind me of the bad chapter in the history of our country, Germany. I hope you liked my report about our trip to the city centre and maybe you have learned something as well.

Kiran, Differenzierungskurs Englisch, Klasse 9b

Mahnmale in Essen

Am Montag, den 8.5.2017, ist unser Diff-Kurs in Begleitung von Frau Heup in die Essener Innenstadt gefahren, um dort zum Thema 2. Weltkrieg und Nationalsozialismus Mahnmale anzuschauen.

Unser erster Stopp waren die sogenannten ,,Stolpersteine“. Auf diesen Steinen sind die Namen und Daten der Opfer der Nazi-Verfolgung eingraviert. Sie wurden von dem deutschen Künstler Gunter Demnig im Jahr 1992 entworfen und vor dem jeweils letzten Zuhause der Menschen, die von den Nazis in Konzentrationslager gebracht wurden, platziert. Solche Steine gibt es z. B. auch in den Ländern Spanien, Italien und Frankreich und in ganz Europa sogar 60.000 Mal. Es ist das größte Holocaust-Mahnmal auf der Welt.

Das zweite Mahnmal – eine Gedenktafel an der Außenwand des Panoptikums – erinnert an die Verfolgung von Homosexuellen in Essen während der Nazizeit. 1920 wurde dort ein Treffpunkt für Schwule und Lesben gegründet. Doch schon 1934 wurde die Vereinigung verboten und die Anführer wurden getötet. Ein Jahr später, im Jahr 1935, wurde ein Gesetz gegen Schwule und Lesben verabschiedet und die Nazis verfolgten Homosexuelle. Manchmal kam es noch schlimmer: Homosexualität wurde mit der Todesstrafe bestraft.

Das nächste Mahnmal gemahnt an die Bücherverbrennung in der Nazizeit in Essen. Am 21. Juni 1933 fand auf dem Gerlingplatz in Essen eine Sonnenwendfeier statt. Die SA hatte dafür aus Büchern einen ,,Scheiterhaufen des Undeutschen“ errichtet.

Die nächste Gedenkstätte, die wir besuchten, war die Kriegsgräberstätte für sowjetische Zwangsarbeiter der Zeche Graf Beust in Essen. Das Mahnmal besteht aus einer 1963 bis 1964 angelegten Grünanlage mit Grabdenkmal und aus einem teilweise zerstörten, als Grabstätte belassenen, unzugänglichen Luftschutzstollen. In diesem Stollen kamen 1944 bei einem Luftangriff 99 kriegsgefangene Zwangsarbeiter ums Leben.

Danach gingen wir zur Alten Synagoge in Essen, welche 1913 erbaut wurde. Normalerweise steht dort sehr viel Polizei, doch an diesem Tag nicht. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Synagoge sehr beschädigt und dann bis 1959 nicht genutzt. Ab 1960 befand sich in der Synagoge ein Museum für Industriedesign. Doch 1979 wurde die Ausstellung durch ein Feuer beschädigt, das durch einen Kurzschluss verursacht wurde. Danach erfolgte von 1986 bis 1988 eine Rekonstruktion des Inneren. Heute gibt es dort eine Ausstellung über das Leben der Juden in Essen zwischen 1800 und 1933. Außerdem finden dort viele Veranstaltungen über die jüdische Kultur statt.

Dann haben wir ein Referat über das Konzentrationslager Buchenwald gehört. Es liegt auf dem Ettersberg bei Weimar und wurde im Juli 1937 erbaut. Nach dem Beginn des Krieges deportierten die Nazis dorthin Menschen aus ganz Europa. 1945 war Buchenwald das größte Konzentrationslager im Deutschen Reich. Fast 280.000 Menschen wurden eingesperrt und gezwungen, Waffen für die deutsche Rüstungsindustrie zu produzieren. Mehr als 56.000 Menschen starben dort. Nach Hitlers Niederlage half die US Army den Überlebenden.

Als letztes haben wir die ,,Stadtwunde“ unter dem Einkaufszentrum am Rathaus besucht. An diesem Ort stand früher ein Außenlager des KZ Buchenwald. Dort waren 150 Kriegsgefangene eingesperrt, die hauptsächlich aus Osteuropa kamen. Sie mussten Bomben entschärfen, Bausteine produzieren und Schutt entfernen. Das Mahnmal ist in einem alten Treppenaufgang installiert und der Raum wird von einem grünen Licht beleuchtet, das bedrohlich wirkt.

Der Ausflug war insgesamt sehr interessant und beeindruckend. Jetzt wissen wir erst, wie viele Mahnmale zum 2.Weltkrieg und zur Nazizeit es doch auch in der Essener Innenstadt gibt.

Linda, Klasse 9b