Im Zoo Krefeld

Abschluss des Berggorilla-Projekts

Im Februar 2026 hatte unser internationaler Junior-Nachhaltigkeitsclub Sammelboxen in Dschungel-Optik gebastelt und mit Plakaten dazu aufgerufen, alte und kaputte Handys in der Schule abzugeben. Mit ihrer Handy-Sammelaktion wollten die Schülerinnen den Zoo Krefeld in seinem Bemühen um den Schutz der Berggorillas unterstützen. Jedes recycelte Handy trägt nämlich dazu bei, den Lebensraum der Menschenaffen zu bewahren, der akut durch den Abbau seltener Mineralien bedroht ist.

Am 25. Juni 2026 ging es endlich nach Krefeld in die Zooschule, um die Telefone zu übergeben. Biologin Gaby Borg freute sich sehr über das Engagement der Schülerinnen. Das Schutzprogramm für Berggorillas, das der Zoo bereits seit Jahren aktiv unterstützt, ist ausschließlich auf den Einsatz von Freiwilligen angewiesen. Damit wird sichergestellt, das der gesamte Erlös des Recycling-Projekts dem Tierschutz zugutekommt.

 

Schülerakademie im Zoo Krefeld

Auf die Schülerinnen wartete im Zoo außerdem eine Schülerakademie, die das Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie e.V. für sie entwickelt hatte: ‘Mit alten Weisheiten in eine gute Zukunft: Story-Telling mit Geschichten der indigenen Gemeinschaft der Karen (Thailand)’.

Zu Beginn gab es einen geführten Rundgang durch das Regenwald-Haus des Zoos. Ziel war es, ein Gefühl für die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Lebensraum und Lebensgrundlagen für Tiere und Menschen zu bekommen. Der Tropenbaum im Foto schützt seine Rinde beispielsweise mit dornartigen Fortsetzen. Dem tropischen Pfeilgiftfrosch dienen diese wiederum als ideale Ablageplätze für seine Brut. Die Kaulquappen dieser Froschart wachsen also tatsächlich auf Bäumen heran, genauer in den feuchten Nischen der Rinde. Dem Menschen dient das Gift dieser Frösche – wie der Name verrät – schon seit vielen hundert Jahren zur Jagd. Solche Zusammenhänge zwischen Pflanzen, Tieren und Menschen sind den indigenen Völkern noch sehr bewusst. In Europa wissen wir dagegen oft nicht, was die Gewinnung von Kakao für unsere Schokolade mit Mücken zu tun hat, wieso Fledermäuse für die Bananen-Ernte wichtig sind oder in welcher Verbindung Kolibris mit Vanille stehen.

Im zweiten Workshop-Teil stellten die Schülerinnen der Goetheschule die Lebensweise der Karen, mit denen unsere Schule eine Partnerschaft unterhält, ihren Mitschülern vom Ricarda Huch-Gymnasium und dem Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium vor.

Danach suchten sich die Schülerinnen und Schüler schattige Plätze an diesem heißen Tag und beschäftigten sich mit Märchen, Fabeln und Comics der Karen. Welche Botschaften werden in diesen Geschichten von den Ältesten an die jüngere Generation vermittelt? Wer neugierig ist, findet ein Beispiel in Suraporn Suriyamontons Erzählung Frau Frosch und Frau Reh.