Geschichte in der Alten Synagoge

Am Freitag, dem 19. September, waren die Mittelstufen-Schülerinnen und -Schüler der Geschichts-AG Europe Remembers zu Gast in der Alten Synagoge Essen, die anlässlich der Themenwochen Green Jews – Juden und Umweltschutz noch mit Blumen geschmückt war. Judaist Dr. Anton Hieke führte die Schülerinnen und Schüler durchs Gebäude, das 1913 als Gotteshaus der jüdischen Gemeinde eingeweiht worden war, und berichtete von der Geschichte des Ortes. Zu Beginn der 20er Jahre war die jüdische Gemeinde in Essen ein angesehener und akzeptierter Teil der Stadt, doch das änderte sich mit Lügen und Hassreden, die insbesondere durch die 1920 gegründete NSDAP verbreitet wurden. Immer massiver wurde unter Reichskanzler Hitler ab 1933 zur Diskriminierung von Jüdinnen und Juden aufgerufen, bis man 1938 sogar zu offener Gewalt griff. Die Synagoge in Essen wurde in Brand gesteckt, Geschäfte und Wohnhäuser geplündert. Viele Menschen wurden in der Pogromnacht im November 1938 misshandelt, verhaftet und verschleppt. Nach dem Krieg wollte man sich lange nicht mit den NS-Verbrechen auseinandersetzen. Heute aber versucht die Alte Synagoge als städtisches Museum und Haus jüdischer Kultur über die Vergangenheit zu informieren und Brücken zwischen den Religionen zu schlagen.

Der Besuch in der Atlen Synagoge ist Teil unserer Vorbereitungen der Themenwochen “Demokratie und Vielfalt”, die es anlässlich des Erasmus-Jubiläums an unserer Schule im Oktober und November geben wird. Die Geschichts-AG wird die Ergebnisse ihrer Recherchen im März 2026 in Brüssel vorstellen, wo unsere Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit unserer dänischen Partnerschule auch das Europäische Parlament besuchen werden.