Resistance (Widerstand) ist das Motto der Spielzeit 2025 im Grillo-Theater Essen. Unsere Schülerinnen und Schüler waren eingeladen, neben Künstlern und Aktivisten, über „Erinnern gegen das Vergessen“ als eine Form von Resistance zu sprechen.
Das Veranstaltungskonzept
Wie geht Widerstand? Dieser Frage ging das Grillo-Theater in einer Talkreihe mit Expertinnen und Experten aus der Zivilgesellschaft nach. Die Idee: Widerstand ist nichts, das weit entfernt stattfindet, sondern direkt vor der Haustür. Im Fokus stand daher das Engagement von Menschen in Essen und ihre Geschichten.
Um 19.30 Uhr startete im Café Central eine Performance aus dem Workshop „Majka Srebrenica/Die silberne Stadt“. Damit wurde an die Opfer des Genozids in Srebrenica vor 30 Jahren erinnert.
Um 20.00 Uhr begann das Gespräch mit der Leiterin der Alten Synagoge Essen, Dr. Diana Matut, Norbert Fabisch, Autor von “Die Hirschlands“ sowie Johann Kaufmann, Isabelle Hermanski und Johanna Händler aus der Q1 und Karmen Heup und Martina Féaux de Lacroix von der Goetheschule.

Schulprojekte gegen das Vergessen
Johann, Johanna und Isabelle berichteten über ihre Erfahrungen mit Erinnerungsarbeit aus Schülersicht. Zu den Erinnerungsprojekten, an denen sie in den letzten Jahren teilgenommen haben, gehören unter anderem
– eine Stolpersteinverlegung für ehemalige Goetheschüler, die während der NS-Zeit ermordet wurden (2022)
– Erinnerungsfahrten nach Buchenwald und Majdanek (2023)
– ein Projekt über Widerstandskämpfer im KZ Mauthausen (2023)
– ein Projekt über einen NS-Täter und ehemaligen Lehrer der Goetheschule (2024)
– ein Projekt mit dem Archivleiter der KZ-Gedenkstätte Mauthausen (2024)
– eine Stolpersteinverlegung für überlebende Opfer der Shoah (2024)
– ein Projekt über die NS-Justiz, durchgeführt mit dem Landgericht Essen (2025).
