Am Montag, dem 13.4.26, konnte unser internationaler Junior-Nachhaltigkeitsclub zehn Schülerinnen und Schüler aus Alessandria bei uns begrüßen. Deutsche und italienische Schüler starteten am Morgen mit Kennlernspielen, die Ella (EF) und Isabelle (Q1) aus der Oberstufe anleiteten. Danach stellten Ella, Isabelle, Hilal (Q1), Luca (EF) und Max (EF) den Gästen das Lernbüro der Schule und ihre Tätigkeit als Tutoren vor.

Da die italienische Erasmusgruppe sich für ihre Projekttage die Schwerpunkte Innovation und innovatives Lernen gewählt hatte, gab es außerdem am ersten Tag einen Design-Workshop unter Leitung von Frau Schnell. Die Idee zum Workshop ‘Architects of the Future’ war entstanden, weil die Goetheschule im nächsten Jahr einen Anbau erhalten soll – mit Räumen, die sehr viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen als traditionelle Klassenräume.

Aufgabe der Schülerinnen und Schüler war es, aus Papier die Wände eines Klassenzimmers, samt Fenster, nachzubauen. Dieses Modell wurde dann fotografiert und mit Hilfe eines Zeichenprogramms auf dem Tablet weiterbearbeitet.


So entstanden Entwürfe für alternative Klassenräume – mit Sitzsäcken, Pflanzen, bodentiefen Fenstern, Hängematte oder Sofa – und mit ungewöhnlichen Designmöbeln, z. B. in Form eines Bootes.
Am Dienstag folgten weitere Führungen auf Zollverein.

Im Red Dot Design-Museum auf dem Gelände der ehemaligen Zeche ging es um innovatives Design und „The World’s Best Communication Design 2025 and Highlights from NRW“.

Im Gruga-Park zeigten Biologen der ‘Schule Natur’ am Mittwoch Nachhaltigkeitsstrategien, die die Ansiedlung unterschiedlicher Tierarten im Park möglich machen.

Einen besonderen Ansatz, um Nachhaltigkeit und Innovation zu verbinden, lernten die Schülerinnen und Schüler abschließend am Baldeneysee kennen. Herr Schlautmann vom Ruhrverband empfing die Gruppe im dortigen Besucherzentrum, das über die heimischen Fischarten und ihre Wanderungen durch die Ruhr informiert. In englischer Sprache erläuterte Herr Schlautmann, wie der Essener Fisch-Lift funktioniert. Da es durch die enge Bebauung in Werden nicht genug Platz für eine Fischtreppe gibt, mit deren Hilfe die Fische die Barriere am Stauwehr selbst überwinden könnten, haben Wissenschaftler und Ingenieure viel Entwicklungsarbeit in die moderne Anlage gesteckt. Strömungsgeschwindigkeit und Lichtverhältnisse müssen genau stimmen, damit die Fische in den Lift schwimmen. In kleinen Gruppen durften Deutsche und Italiener bis unter die Wasseroberfläche in die Anlage hinabsteigen und sich selbst ein Bild machen, bevor sie die Woche beim gemeinsamen Café-Besuch in Werden ausklingen ließen.

Fotos: Michael Franke, Susanne Schnell, Karmen Heup 2026





