IB 2025

Am 10. Juli 2025 konnte unser IB-Jahrgang gleich zwei Abschlusszeugnisse entgegennehmen: das Abitur und das International Baccalaureate. Die Schülerinnen und Schüler hatten während der zwei Jahre im englischsprachigen IB Diploma Programme großen Einsatz gezeigt. Das spiegelte sich zum einem in einem IB-Durchschnitt von 33,8 Punkten, der deutlich über dem Weltdurchschnitt von 30,8 Punkten liegt. Spitzenreiter Jakub erzielte mit 45 von 45 möglichen Punkten im International Baccalaureate ein Ergebnis, das nach den Angaben der International Baccalaureate Organisation nur die besten 0,8% der Absolventinnen und Absolventen weltweit im Jahr 2025 erreichten. Ihm folgte Valentina mit 42 Punkten, die ebenfalls zu den besten 2% der IB-Schülerinnen und Schüler in über 130 Ländern gehört.

Neben akademischen Top-Leistungen tat sich der Jahrgang 2025 besonders durch sein außerunterrichtliches Engagement hervor. So nahmen die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel an internationalen Model UN Conferences teil, gestalteten die Feier zur Stolpersteinverlegung mit, gründeten den United Change Club, einen schülergeführten internationalen Nachhaltigkeitsclub, der mit Schulen aus über 30 Ländern zusammenarbeitet, und konzipierten einen eigenen Lesewettberb im Rahmen der Erasmuswoche zu Deep Reading, die mit der Aufführung eines selbst geschriebenen Theaterstücks, basierend auf Robert Seethalers Roman Der Trafikant – The Tobacconist, endete. Mit Erasmus-Mitteln sind die Schülerinnen und Schüler außerdem nach Barcelona gereist, wo sie mit unserer spanischen Partnerschule einen Study Guide für Studieninteressierte erstellt haben. Für Marlene gab es kurz vor ihrem Schulabschluss noch eine weitere Auszeichnung: den ersten Preis des ZONTA Young Women in Public Affairs Award für herausragenden Einsatz im sozialen Bereich.

Wir wünschen allen IB Graduates 2025, dass sie den Herausforderungen, die nun vor ihnen liegen, mit demselben Maß an Neugier, Enthusiasmus, Zielstrebigkeit und Unerschrockenheit begegnen wie sie es zu Schulzeiten unter Beweis gestellt haben. Gleichzeitig danken wir allen IB-Lehrerinnen und -Lehrern für zwei Jahre Ermutigung, Geduld und Unterstützung, die teils weit über das reguläre Deputat hinausging.

Einen ausführlichen Rückblick auf die Abschlussfeier finden Sie hier im Auszug unserer Schulzeitung Der Turm.

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Gutes Klima-Festival

Am 28. Juni 2025 war der Junior-Nachhaltigkeitsclub mit einem Stand auf dem Gutes Klima-Festival auf Zeche Carl vertreten. Gleich neben dem Zelt des Gruga-Teams präsentierte sich das Netzwerk der Essener BNE-Schulen. Lehrer und Schüler stellten ihre jeweiligen Nachhaltigkeitsprojekte vor und auch Schulleiterin Dr. Nicola Haas suchte das Gespräch mit Besucherinnen und Besuchern.  Die Schülerinnnen der Goetheschule hatten Informationen zu ihrem Austausch mit der indigenen Gemeinschaft der Karen zusammentragen, die im thailändischen Regenwald zu Hause ist. In Orange und Gelb hatten die Schülerinnen einen Naturgeist gemalt, den man, mit ein bisschen Geduld, auf alle Postern entdecken konnte, die die traditionelle Anbauweise der Karen und ihre Kultur vorstellten.

Als Schule der Zukunft unterstützt die Goetheschule Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und bemüht sich im Rahmen eine Schulpartnerschaft darum, dass auch die Stimmen indigener Völker gehört werden.

Schüler-Akademie 2025

Am 24.6.2025 nahm Schülerinnen der Klassen 8 und 9 an der Schüler-Akademie Wälder der Welt und ihre Nutzung – Nachhaltig und Sozial? teil. Organisiert wurde der Projekttag für Schule der Zukunft von Gabriele Seifert von der Schule Natur im Grugapark Essen und von Gaby Borg vom Zoo Krefeld.

Zum Auftakt des Tages kam unserem Junior-Nachhaltigkeitsclub eine besondere Rolle zu: Die Schülerinnen durften über die Zusammenarbeit mit der indigenen Gemeinschaft der Karen in Thailand berichten, die unsere Schule seit zwei Jahren unterhält. Unterstützt wurden sie dabei von Frau Sabine Schielmann, Projektkoordinatorin ‘Indigene Völker und nachhaltige Entwicklung’ von INFOE e.V. Traditionen, Weisheit, Essen, aber auch Anbaumethoden der Karen, die im asiatischen Regenwald leben, waren Themen, mit denen sich die Schülerinnen beschäftigt hatten.

Nicht nur die Karen nutzen die Urwälder der Welt seit vielen tausend Jahren. Im ersten Workshop haben wir die verschiedenen Bewirtschaftungsformen erarbeitet und ihre Vor- und Nachteile für das Ökosystem und das Klima.

Im zweiten Workshop ging es um den Abbau von Bodenschätzen durch
internationale Konzerne, die Zerstörung der dortigen Ökosysteme und die Folgen für das Weltklima und für die lokalen indigenen Gruppen. Auch die Frage, welche Rolle unser Konsum dabei spielt, wurde diskutiert.

Im dritten Workshop haben wir die Tropenhäuser im Gruga-Park besucht und uns Produkte des täglichen Gebrauchs genauer angeschaut, um herauszufinden, welche wohl Tropenholz enthalten oder in einem indirektem Zusammenhang mit der Zerstörung der Regenwälder stehen.